15 Jahre MetroBus – Linie 3: Hamburgs Äquator

Hamburg’s Äquator – so nennt die VHH ihre MetroBus-Linie 3, die einmal quer durch Hamburg verläuft. Eine Stunde braucht die Linie 3 für die etwa 23 Kilometer vom Schenefelder Platz zum Kraftwerk in Tiefstack.

LL-3

Die beginnt ihre Fahrt am Schenefelder Platz in Schleswig-Holstein.

Auf dem Pausenplatz am Schenefelder Platz stehen die Busse der 3 zur Fahrt bereit.

Auf dem Pausenplatz am Schenefelder Platz stehen die Busse der 3 zur Fahrt bereit.

Sie nimmt erst einmal Kurs in Richtung Süden und fährt über die Straßen „Am Barls“, „Bornheide“ und Rugenbarg auf die Luruper Hauptstraße in Richtung Trabrennbahn Bahrenfeld.

An der Trabrennbahn Bahrenfeld setzen die Busse für den Zwischentakt ein, der Tagsüber den Abschnitt bis Rathausmarkt auf einen Fünfminutentakt verstärkt. Bis nach Tiefstack geht es alle 10 Minuten.

An der Trabrennbahn Bahrenfeld setzen die Busse für den Zwischentakt ein, der Tagsüber den Abschnitt bis Rathausmarkt auf einen Fünfminutentakt verstärkt. Bis nach Tiefstack geht es alle 10 Minuten.

 

Danach überquert die 3 die A7 und folgt der Bahrenfelder Chaussee, im späteren Verlauf der Stresemannstraße und erreicht kurz nach dem Passieren des Kaltenkirchener Platzes, die Sternbrücke.

Die Sternbrücke besteht in ihrer heutigen Form seit 1925/26. Ihren Namen hat sie wegen der Sternförmig zur Brücke laufenden Straßen bekommen. In den Brückenwiderlagern, Gewölben und Kasematten befinden sich Geschäfte und Kneipen. Für diese wird beim Brückenneubau 2017 vorerst Schluss sein.

Die Sternbrücke besteht in ihrer heutigen Form seit 1925/26. Ihren Namen hat sie wegen der Sternförmig zur Brücke laufenden Straßen bekommen. In den Brückenwiderlagern, Gewölben und Kasematten befinden sich Geschäfte und Kneipen. Für diese wird beim Brückenneubau 2017 vorerst Schluss sein.

 

Im weiteren Verlauf fährt die 3 weiter auf der Stresemannstraße am Neuen Pferdemarkt vorbei und biegt dann zum U-Bahnhof Feldstraße ab. Dort befindet sich der alte Hochbunker, am Rande des Heiligengeistfeldes.

Im alten Bunker befindet sich der bekannte Club „Übel und Gefährlich“, der eine feste Größe in der Hamburger Musikszene darstellt. Aufgrund von mangelndem Wohnraum nach dem Krieg 1947 blieb der Bunker stehen, auch deshalb weil eine Sprengung auch weite Teile der Umgebung in Schutt und Asche gelegt hätte. Heute ist der Bunker eine weitere Attraktion Hamburgs.

Im alten Bunker befindet sich der bekannte Club „Übel und Gefährlich“, der eine feste Größe in der Hamburger Musikszene darstellt. Aufgrund von mangelndem Wohnraum nach dem Krieg 1947 blieb der Bunker stehen, auch deshalb weil eine Sprengung auch weite Teile der Umgebung in Schutt und Asche gelegt hätte. Heute ist der Bunker eine weitere Attraktion Hamburgs.

Nach dem Bunker nimmt die 3 Kurs auf den Rödingsmarkt und quert den Sievekingplatz, der ein zentraler Standort der Hamburger Gerichte ist. Weiter geht es über den Johannes-Brahms-Platz und die Kaiser-Wilhelm-Straße zum Rödingsmarkt. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung zum Hamburger Rathaus, das die 3 über den Großen Burstah erreicht.

Der Rathausmarkt ist einer der zentralen Umsteigepunkte des Hamburger Bussystems. 4 Metrobuslinien treffen sich hier. In der Nacht starten von hier aus diverse Nachtbusse in die Hamburger Stadtteile. An der Petrikirche enden die Kurzläufer der 3.

Der Rathausmarkt ist einer der zentralen Umsteigepunkte des Hamburger Bussystems. 4 Metrobuslinien treffen sich hier. In der Nacht starten von hier aus diverse Nachtbusse in die Hamburger Stadtteile. An der Petrikirche enden die Kurzläufer der 3.

Vom Rathaus fährt die Linie 3 durch die Mönckebergstraße, am Gerhart-Hauptmann-Platz vorbei und biegt am Hauptbahnhof rechts auf den Steintorwall ab um dann auf die Amsinckstraße zu gelangen. Dort verkehrt sie teilweise auf der ehemaligen Straßenbahntrasse Richtung Harburg.

Hier am Billhorner Röhrendamm sind die Trassen der alten Straßenbahn noch gut zu erkennen.

Hier am Billhorner Röhrendamm sind die Trassen der alten Straßenbahn noch gut zu erkennen.

Nach der Kreuzung der B75 fährt die MetroBus-Linie 3 auf dem Billhorner Röhrendamm. Nach der Fahrt durch Rothenburgsort, später über die Ausschläger Allee erreichen die Busse den S-Bahnhof in Tiefstack. Zur Endhaltestelle Kraftwerk Tiefstack fährt die 3 noch über die Tiefstacker Brücke.

Tiefstack ist vorallem industriell geprägt. Unter anderem finden sich hier der „Autoknast“ der Hamburger Polizei und Diverse Kleingewerbebetriebe. Gegenüber des S-Bahnhofs hat die Nordbahn ihren Betriebshof für die FLIRT-Züge errichtet, die auf der Bahnstrecke in Richtung Elmshorn fahren.

Tiefstack ist vorallem industriell geprägt. Unter anderem finden sich hier der „Autoknast“ der Hamburger Polizei und Diverse Kleingewerbebetriebe. Gegenüber des S-Bahnhofs hat die Nordbahn ihren Betriebshof für die FLIRT-Züge errichtet, die auf der Bahnstrecke in Richtung Elmshorn fahren.

Aufgrund von Bauarbeiten endet die 3 im Moment schon in S Tiefstack. Vom provisorischen Pausenplatz sieht man auch das Heizkraftwerk Tiefstack, dass seit 1993 neben dem inzwischen abgerissenen alten Kohlekraftwerk auf einer aufgeschütteten Insel in Betrieb ist.

Aufgrund von Bauarbeiten endet die 3 im Moment schon in S Tiefstack. Vom provisorischen Pausenplatz sieht man auch das Heizkraftwerk Tiefstack, dass seit 1993 neben dem inzwischen abgerissenen alten Kohlekraftwerk auf einer aufgeschütteten Insel in Betrieb ist.

Die Linie 3 ging ursprünglich aus der alten Linie 111 hervor, die bis 1987 eine Hochbahnlinie war und 1987 bereits auf den Gelenkbusbetrieb umgestellt wurde. Nach dem Übergang der Linie auf die PVG wurden nur noch Solowagen eingesetzt. Erst 2002 wurden die neuen 15-Meter Fahrzeuge auf die 3 geschickt, seit 2005 fahren auch wieder Gelenkbusse auf der Linie. Im Zuge des Hamburger Busbeschleunigungsprogramm wurde an der Feldstraße die Straßenführung geändert und entlang des Linienwegs zahlreiche Haltestellen umgebaut und barrierefrei gestaltet. Seit April wurde die 3 zur „Premiumlinie“ aufgewertet mit speziell gestalteten Citaro-2 Gelenkbussen, die auch mit WLAN ausgestattet sind.

Abschnitt Alle 20 Alle 10 Alle 4-6
Schenefelder Platz – Trabrennbahn Bahrenfeld 4-22 / 8-22 / 8-22 5-8 + 15-19 / – / – – / – / –
Trabrennbahn Bahrenfeld – Rathausmarkt 4-24 / 0 -24 / 0- 4-23 / 8-23 / 8-23* 6-20 / 9-20 / –
Rathausmarkt – S Tiefstack 5-24 / 7-24** (+ 0-7 alle 40) / 8-24 (+ 0-6 alle 40, 6-8 alle 40/20) 6-23 / 9-23 / 11 – 23 – / – / –

Innerhalb der Zeiten fährt der Bus montags – freitags / samstags / sonn- und feiertags mindestens so häufig wie angegeben. Bei den Zeiten handelt es sich um Richtwerte. Abweichende Takte in Klammern. Daten: Jahresfahrplan 2016, exkl. Verstärkerfahrten.

*10 Minuten-Takt nur Trabrennbahn Bahnrenfeld – U Feldstraße sonntags 8.40 – 10.40

** 20 Minuten-Takt zwischen Rathausmarkt – U Steinstraße sonnabends bereits ab 4.40 und sonntags bereits ab 6.40

Nach der Busbeschleunigung sind vorerst die Umbaumaßnahmen abgeschlossen. Nur noch Straßenbauarbeiten in der Stresemannstraße und Richtung Kraftwerk Tiefstack behindern die 3 aktuell. Die Linie wird ausschließlich mit Gelenkbussen bedient, darunter auch die speziell gebrandeten Citaro-2 Busse. Die Bedienung der Linie übernehmen die VHH-Betriebshöfe Schenefeld, Bergedorf, Elmshorn und Billbrook.

Vor 15 Jahren wurde der MetroBus im Hamburger Verkehrsverbund eingeführt: Zur besseren Orientierung wurden 14 radiale Linien, welche in die Innenstadt oder größere Zentren führen, die durch acht tangentiale Verbindungslinien ergänzt werden, eingeführt. Viele Linien wurden zur Vereinfachung umbenannt, teilweise jedoch verändert. Über die spannende Geschichte der MetroBusse, aber auch die eingesetzten Fahrzeuge und die Zukunft dieser Busart berichten wir in diesem Jubiläumsmonat bei NAHVERKEHR AKTUELL HAMBURG.

Morgen geht es vom Wildacker in die Innenstadt – mit der Linie 4.

 

2 Kommentare

  1. Kleine Anmerkung zu diesem sonst sehr schönen Beitrag: Der Bus biegt am Hbf von der Mönckebergstraße nicht in die Steinstraße, sondern in den Steintorwall ab. Die Steinstraße verläuft parallel zur Mö und wird nur bei Sperrungen der Mö durch Linienbusse befahren.

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