15 Jahre MetroBus – Linie 5: Hamburgs vollste Buslinie

Als „Europas vollste Buslinie“ wurde die Linie 5 einst beworben, hervor geht sie aus der Linie 102. Sie führt von der Stadtgrenze in Burgwedel über Niendorf und das Grindelviertel bis in die Innenstadt zum ZOB am Hamburger Hauptbahnhof. Besonders sind neben den hier eingesetzten 25 Meter langen XXL-Bussen, die auf Grund des eingangs erwähnten hohen Fahrgastaufkommens notwendig sind, der flächendeckend eingeführte Testbetrieb mit kostenlosem WLAN der Hamburger Hochbahn auf dieser Linie.

LL-5

Die Linie 5 beginnt am Roman-Zeller-Platz am AKN-Haltepunkt Burgwedel unweit der Grenze zu Schleswig-Holstein. An jedem Donnerstag findet hier ein Wochenmarkt statt. Der Linienlauf folgt dem Schleswiger Damm in Richtung Süden durch das in den 1990er Jahren entstandene Neubaugebiet Burgwedel, in welchem ein Großteil der Straßen nach den „Kindern vom Bullenhuser Damm“ benannt wurden und in dem mehrere Tausend Einwohner Platz finden.

Zwanzig jüdische Kinder wurden im KZ Neuengammen Menschenversuchen unter größten Qualen unterzogen. Als die britischen Truppen bereits in Hambrg waren, wurden diese im Keller der Schule am Bullenhuser Damm umgebracht. Die Leichen wurden nicht gefunden und wuren wahrscheinlich im KZ Neuengamme verbrannt.

Zwanzig jüdische Kinder wurden im KZ Neuengammen Menschenversuchen unter größten Qualen unterzogen. Als die britischen Truppen bereits in Hambrg waren, wurden diese im Keller der Schule am Bullenhuser Damm umgebracht. Die Leichen wurden nicht gefunden und wuren wahrscheinlich im KZ Neuengamme verbrannt.

Im weiteren Verlauf fahren die Busse der Linie 5 weiter auf dem Straßenzug Burgwedel/Frohmestraße durch eher kleinstädtlich geprägtes Gebiet und im Anschluss über die Bundesautobahn 7 (Titelbild). Weiter über die B447 fahrend wird die Kollau gekreuzt, etwas weiter nördlich befindet sich das Vereinsgelände des Niendorfer Flugsportclubs und etwas weiter südlich das Freizeitbad Bondenwald.

Nachdem das alte Niendorf abgebrannt war entstand das neue Dorf (= Niendorf) rund um den Tibarg. Die ehemalige Dorfstraße wurde nach und nach zu einer Einkaufsstraße und Fußgängerzone umgetaltet. Am Ende der selbigen schließt sich im Norden ein gleichnamiges Einkaufszentrum erbaut.

Nachdem das alte Niendorf abgebrannt war entstand das neue Dorf (= Niendorf) rund um den Tibarg. Die ehemalige Dorfstraße wurde nach und nach zu einer Einkaufsstraße und Fußgängerzone umgetaltet. Am Ende der selbigen schließt sich im Norden ein gleichnamiges Einkaufszentrum erbaut.

Schließlich erreicht die Linie 5 das Herz von Niendorf am Tibarg und fährt eine Schleife zum Niendorfer ZOB. Von dort aus geht es weiter am Niendorfer Gehege und dem auf den Ruinen des alten Dorfes gebauten Friedhof. Immer noch auf der B447 fahrend wird kurz vor der Haltestelle Nedderfeld die noch vor dem erstem Weltkrieg gebaute Güterumgehungsbahn. An der Haltestelle Nedderfeld befindet sich eine Kehre, in dem ansässigem Baumarkt war früher ein Straßenbahndepot, woran auch heute noch ein historischer Triebwagen dran erinnert.

Obwohl es in Hamburg seit nun fast 40 Jahren keine Straßenbahn mehr gibt, befinden sich immer noch viele Spuren im Hamburger Stadtgebiet für das einst dritte Verkehrsmittel der Hamburger Hochbahn. Der heutige Baumarkt war früher ein Betriebshof und musste auch auf Grund von Denkmalschutzmaßnahmen in das Konzept integriert werden. Passend dazu steht seit der Wiederöffnung ehemalige Hamburger Straßenbahnwagen V6E 3642 neben Isolierschaum und Gartenzubehör. - Foto: Jens Ode

Obwohl es in Hamburg seit nun fast 40 Jahren keine Straßenbahn mehr gibt, befinden sich immer noch viele Spuren im Hamburger Stadtgebiet für das einst dritte Verkehrsmittel der Hamburger Hochbahn. Der heutige Baumarkt war früher ein Betriebshof, was auf Grund von Denkmalschutzmaßnahmen in das Konzept integriert werden musste. Passend dazu steht seit der Wiederöffnung ehemalige Hamburger Straßenbahnwagen V6E 3642 neben Isolierschaum und Gartenzubehör. – Foto: Jens Ode

Wenige Meter weiter folgt der Siemersplatz, an dem man in die MetroBus-Linie 22 und weitere Buslinien umsteigen kann. Die Strecke führt nun durch dichter bebautes Gebiet, welches nur durch Sportanlagen verschiedener Vereine aufgelockert wird. Ab der Haltestelle Veilchenweg fahren die Busse bis zum Stephansplatz auf eigener Busspur, die im Rahmen des Busbeschleunigungsprogrammes optimiert wurde.

Der Isebekkanal geht aus der Isebek hervor. Der Name kommt vermutlich daher, dass das Wasser sehr eisenhaltig ist. Schon 1646 wurde diese zum Isebekkanal. Seine heutige Form erreichte der Kanal jedoch erst 1912, als weite Teile zugeschüttet wurden.

Der Isebekkanal geht aus der Isebek hervor. Der Name kommt vermutlich daher, dass das Wasser sehr eisenhaltig ist. Schon 1646 wurde diese zum Isebekkanal. Seine heutige Form erreichte der Kanal jedoch erst 1912, als weite Teile zugeschüttet wurden.

Nach der Kreuzung mit dem Isebekkanal erreicht die Linie 5 schließlich die 1912 eröffnete U-Bahnhaltestelle Hoheluftbrücke. Entang der Straße Grindelhof folgen die in der wohnungsknappen Nachkriegszeit entstandenen Grindelhochhäuser. In einem der Grindelhochhäuser ist das Bezirksamt Eimsbüttel untergebracht.

Nach dem Krieg waren viele Hamburger nach den schweren Luftangriffen obdachlos, hinzu kamen viele Soldaten, die von der Front und aus Kriegsgefangenenlagern zurückkehrten und in weit größerer Zahl Flüchtlinge aus Pommern, Schlesien und anderen ehemals deutschen Gebieten, ebenso aus der sowjetischen Besatzungszone. Darum projektierten die Engländer mit den Grindelhochhäusern neuen Wohnraum für Hamburg, der mit vielen Komfortmerkmalen, beispielsweise Müllschluckern und einer (sich heute nicht mehr in Benutzung befindenden) Tankstelle, ausgestattet wurden. Das denkmalgeschützte Ensemble umfasst 12 Hochhäuser, hier sehen wir das erste, welches auch das Bezirksamt Eimsbüttel beherbergt.

Nach dem Krieg waren viele Hamburger nach den schweren Luftangriffen obdachlos, hinzu kamen viele Soldaten, die von der Front und aus Kriegsgefangenenlagern zurückkehrten und in weit größerer Zahl Flüchtlinge aus Pommern, Schlesien und anderen ehemals deutschen Gebieten, ebenso aus der sowjetischen Besatzungszone. Darum projektierten die Engländer mit den Grindelhochhäusern neuen Wohnraum für Hamburg, der mit vielen Komfortmerkmalen, beispielsweise Müllschluckern und einer (sich heute nicht mehr in Benutzung befindenden) Tankstelle, ausgestattet wurden. Das denkmalgeschützte Ensemble umfasst insgesamt 12 Hochhäuser.

Nach weiterer Fahrt durch das Grindelviertel wird das Universitätsgelände erreicht, auf das sich die Fakultäten erstrecken. Entlang der Strecke stechen die im „Beton-Klotz-Stil“ gebaute Staatsbibliothek und das im für Hamburg eher ungewöhnlichen neobarocken Stil gehaltene Hauptgebäude hervor.

Die Hamburger Universität ist vergleichsweise erst sehr spät im Jahre 1919 entstanden, so dass es hier keine schlagenden Studentenverbindungen gibt. Grund für die Universitätsgründung waren in erster Linie wirtschaftliche Gründe, schließlich brauchte man fachkundige Dolmetscher und Geographen zum Handel mit Übersee. Auch heute zeugt beispielsweise das „Asien-Afrika-Institut“ von diesem Zusammenhang. Heute gibt es 8 Fakultäten mit insgesamt 150 Studiengängen an der Uni Hamburg.

Die Hamburger Universität ist vergleichsweise erst sehr spät im Jahre 1919 entstanden, so dass es hier keine schlagenden Studentenverbindungen gibt. Grund für die Universitätsgründung waren in erster Linie wirtschaftliche Gründe, schließlich brauchte man fachkundige Dolmetscher und Geographen zum Handel mit Übersee. Auch heute zeugt beispielsweise das „Asien-Afrika-Institut“ von diesem Zusammenhang. Heute gibt es 8 Fakultäten mit insgesamt 150 Studiengängen an der Uni Hamburg.

Anschließend führt die Strecke vorbei am Bahnhof Dammtor zum Stephansplatz, wo sich auch die Staatsoper und der Park „Planten un Blomen“ befinden. Nur wenige Meter weiter befindet sich der Gänsemarkt, welcher aber nie das Marktrecht bekam und an dem auch keine Gänse verkauft wurden. Vermutet wird, dass von hier die Gänse vor das Dammtor getrieben wurden. Der Straße Jungfernsieg folgend, erreicht die Linie 5 den selbigen. Alsterpavillion und der Blick auf die Alster laden zum verweilen ein.

Die Binnenalster ist etwa 18 Hektar groß und wird von Westen, Süden und Osten von großen Hotels, Geschäften und Kontorhäusern umgeben, im Süden befindet sich zudem der Jungfernstieg mit den Anlegern der „weißen Flotte“ der ATG und dem historischem Alsterdampfer „St Georg“ von 1842. Im Norden befindet sich die Lombardsbrücke für den Autoverkehr und die viergleisige Verbindungsbahn von Hamburg nach Altona. Seite 1987 sprüht von einem kleinen Ponton auf der Mitte der Alster die aus Spenden finanzierte und Hamburg prägende Alsterfontäne.

Die Binnenalster ist etwa 18 Hektar groß und wird von Westen, Süden und Osten von großen Hotels, Geschäften und Kontorhäusern umgeben, im Süden befindet sich zudem der Jungfernstieg mit den Anlegern der „weißen Flotte“ der ATG und dem historischem Alsterdampfer „St Georg“ von 1842. Im Norden befindet sich die Lombardsbrücke für den Autoverkehr und die viergleisige Verbindungsbahn von Hamburg nach Altona. Seite 1987 sprüht von einem kleinen Ponton auf der Mitte der Alster die aus Spenden finanzierte und Hamburg prägende Alsterfontäne.

Die auf der Linie 5 eingesetzten XXL-Busse fahren hingegen weiter zum Umsteigeknotenpunkt Rathausmarkt und im Anschluss durch die Mönckebergstraße. Dort kommen die Fahrzeuge an dem nach dem gleichnamigen Dramatiker benannten Gerhart-Hauptmann-Platz vorbei, der bis 1946 Alter Pferdemarkt hieß. An der Gabelung zur Spitalerstraße befindet sich der Mönckebergbrunnen und die alte Bücherhalle, die heute als „Restaurant“ benutzt wird.

Kaum zu glauben ist, dass auf dem gesamten Gebiet der heutigen Innenstadt vor etwas mehr als hundert Jahren noch ein Wohngebiet mit engen Gassen befand. Doch für die neue Ringlinie wurde das gesamte Viertel abgerissen und die Mönckebergstraße (benannt nach ihrem „Initiator“ und damaligen Bürgermeister Mönckeberg, der kurz vor der Eröffnung verstarb) samt darunterliegendem U-Bahntunnel errichtet. Während sich hier in der Anfangszeit überwiegend Kontorhäuser befanden, siedelten sich im Laufe der Zeit immer mehr Einzelhändler an.

Kaum zu glauben ist, dass auf dem gesamten Gebiet der heutigen Innenstadt vor etwas mehr als hundert Jahren noch ein Wohngebiet mit engen Gassen befand. Doch für die neue Ringlinie wurde das gesamte Viertel abgerissen und die Mönckebergstraße (benannt nach ihrem „Initiator“ und damaligen Bürgermeister Mönckeberg, der kurz vor der Eröffnung verstarb) samt darunterliegendem U-Bahntunnel errichtet. Während sich hier in der Anfangszeit überwiegend Kontorhäuser befanden, siedelten sich im Laufe der Zeit immer mehr Einzelhändler an. Zu sehen ist einer der beiden CapaCity L-Busse, welche mittelfristig die markanten XXL-Busse ablösen sollen.

Das Ende der Mönckebergstraße ist geprägt von moderneren Gebäuden, die erst in den letzten Jahrzehnten errichtet oder modernisiert wurden. Am Hamburger Hauptbahnhof vorbei findet die Strecke ihren Endpunkt am Zentralen-Omnibus-Bahnhof. Als letzte MetroBus-Linie kehrt diese noch an den ZOB-eigenen Überliegeplätzen.

Nachdem der ZOB von 1951 in die Jahre gekommen war, wurde er Anfang der 2000er Jahre abgerissen und komplett neugebaut und schließlich im Jahr 2003 eröffnet. 2013 fuhren hier 38.830 Busse mit geschätzt drei Millionen Fahrgästen ab. Neben den Fernbussen fahren hier auch die sich im HVV befindenden Linien 4, 5, 31, 35, 36, die Aussetzer der 37, die Innovationslinie 109, 120, 124 und einige NachtBusse.

Nachdem der ZOB von 1951 in die Jahre gekommen war, wurde er Anfang der 2000er Jahre abgerissen und komplett neugebaut und schließlich im Jahr 2003 eröffnet. 2013 fuhren hier 38.830 Busse mit geschätzt drei Millionen Fahrgästen ab. Neben den Fernbussen fahren hier auch die sich im HVV befindenden Linien 4, 5, 31, 35, 36, die Aussetzer der 37, die Innovationslinie 109, 120, 124 und einige NachtBusse.

Die Geschichte der Linie 5 beginnt mit der Einstellung von Hamburgs letzter Straßenbahnlinie 2 am 30. September 1978: Seit diesem Tag fahren Busse der Linie 102 zwischen Rathausmarkt und Niendorf. Dies löste starke Proteste der damals noch U-Bahnlosen Niendorfer aus – hinzu kam, dass anfangs nur Solobusse zum Einsatz kamen, weil es in Hamburg noch keine Gelenkbusse gab. Aus der Not heraus richtete man die E12 zum Schlump ein, die ein Jahr später, als die ersten Gelenkbusse kamen, eingestellt wurde.

Mit der Einführung des MetroBusse wurde die Linie 102 zum MetroBus 5 und zum AKN-Haltepunkt Burgwedel verlängert. Seit 2006 kommen hier die 25 Meter langen „XXL-Buse“ des Herstellers VanHool zum Einsatz, die Zukunft gehört aber wohl den kürzeren „CapaCity L“, wovon zur Zeit zwei Wagen in Hamburg sind. Im April 2016 eröffnete die Hochbahn mit #Nummer5lebt den Testbetrieb mit kostenlosem WLAN auf der Linie 5.

Abschnitt Alle 20 Alle 10 / alle 7-13 2 Busse / 10min (alle 5, alle 4/6, alle 7/3)
A Burgwedel – U Niendorf Markt 4-24 / 7-24 (+ 4-7 alle 40) / 7-24 (+ 4-7 alle 40) 6-22 / 10-21 / 13-21 – / – / –
U Niendorf Markt – Nedderfeld 4-24 / 0-24 / 0-24 7-24 / 9-23 / 9-23 – / – / –
Nedderfeld – Hauptbahnhof/ZOB 4-24 / 0-24 / 0-24 6-24 / 9-23 / 9-23 6-20 / 9-18 / –

Innerhalb der Zeiten fährt der Bus montags – freitags / samstags / sonn- und feiertags mindestens so häufig wie angegeben. Bei den Zeiten handelt es sich um Richtwerte. Abweichende Takte in Klammern.

Im Jahr 2012 wurden auf der 14,2 Kilometer langen Linie 5 durchschnittlich 23.423 Fahrgäste befördert. Dafür brauchen die Busse etwa 49 Minuten. Nachdem sämtliche Maßnahmen im Busbeschleunigungsprogramm umgesetzt wurden, werben Hochbahn und Verkehrsbehörde mit eine pünktlicheren, schnelleren und pulkfreien Linie 5.

Nach Umsetzung aller Maßnahmen des Busbeschleunigungsprogrammes gibt es keine konkreten Projekte für die Linie 5. Auf Grund der vielen Fahrgäste war die Strecke zwischen Niendorf und Innenstadt immer wieder prädestiniert für eine neue Stadtbahn. Ein Streckenteil ist auch Bestandteil der aktuellen U5-Planung. Immer wieder gab es Überlegungen, die MetroBus-Linie 5 zum Berliner Tor zu verlängern, welche jedoch auf Grund des resultierenden Parallelverkehrs mit der U3 nicht umgesetzt wurden.

Vor 15 Jahren wurde der MetroBus im Hamburger Verkehrsverbund eingeführt: Zur besseren Orientierung wurden 14 radiale Linien, welche in die Innenstadt oder größere Zentren führen, die durch acht tangentiale Verbindungslinien ergänzt werden, eingeführt. Viele Linien wurden zur Vereinfachung umbenannt, teilweise jedoch verändert. Über die spannende Geschichte der MetroBusse, aber auch die eingesetzten Fahrzeuge und die Zukunft dieser Busart berichten wir in diesem Jubiläumsmonat bei NAHVERKEHR AKTUELL HAMBURG.

Morgen geht es nach Winterhude, St. Georg, in die Innenstadt, die HafenCity und nach St. Pauli zum MetroBus 6.

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