15 Jahre MetroBus – Linie 8: Natur, Großunternehmen und Bundeswehr

Obwohl die Linie 8 als Radiallinie bezeichnet wird, verbindet sie Bramfeld sowohl mit Poppenbüttel, als auch mit Wandsbek. Für die 10,5 Kilometer lange Strecke benötigen die Busse je nach Tageszeit 29 bis 37 Minuten.

LL-8

Nachdem die Busse den Wandsbeker ZOB verlassen haben, fahren sie wie auch die Linie 9 durch die Wandsbeker Marktstraße zur Wedemuthstraße. In diese biegt die Linie 8 ein und es wird der Fluss Wandse, nach welcher der Stadtteil benannt ist, gekreuzt. Kurz darauf passieren die Busse den Busbetriebshof Wendemuthstraße der Hamburger Hochbahn. Etwas weiter folgt der Linienlauf der Walddörferstraße bis zu gleichnamigen Haltestellen. Hier befindet sich eine Verwaltungszentrale der Deutschen Telekom und eine Kumulierung des Einzelhandels. Bis hierin fährt auf dem gleichen Linienweg seit vergangenem Fahrplanwechsel die Linie 116.

 Das Wandsbeker Quarree wurde 1988 eröffnet, 2010 kam das Q3 an der Wandsbeker Marktstraße hinzu. Quarree bedeutet übersetzt Häuserblock, was auf den Grundriss anspielt. Derzeit befinden sich etwa 90 Geschäfte auf einer Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern.

Das Wandsbeker Quarree wurde 1988 eröffnet, 2010 kam das Q3 an der Wandsbeker Marktstraße hinzu. Quarree bedeutet übersetzt Häuserblock, was auf den Grundriss anspielt. Derzeit befinden sich etwa 90 Geschäfte auf einer Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern.

Nun fahren die Busse durch die Holzmühlenstraße, es wird die Hauptverkehrsstraße Friedrich-Ebert-Damm gekreuzt. Schließlich wird die U-Bahnhaltestelle Wandsbek-Gartenstadt erreicht. Neben dem Übergang zu den Linien U1 und U3 beginnen hier die Buslinien 118 und 166. Die Haltestelle Wandsbek-Gartenstadt wurde am 12. September 1918 unter dem Namen Hinschenfelde eröffnet. Mit dem Bau der U1 wurde die Haltestelle viergleisig. Es wurde eigens das Bahnsteigdach der Haltestelle Farmsen ab- und hier wiederaufgebaut. Es verschwand mit der Modernisierung der Haltestelle im Jahr 2014.

Das Bundeswehrkrankenhaus in Wandsbek-Gartenstadt ist eines von fünf verbliebenen Bundeswehrkrankenhäusern in Deutschland und ging aus dem 1937 eröffneten Standortlazarett des Heeres hervor. Derzeit beherbergt es 307 Betten mit 790 Angestellten, davon sind 250 Ärzte. Bereits seit 1970 dürfen auch Zivilisten im Bundeswehrkrankenhaus behandelt werden.

Das Bundeswehrkrankenhaus in Wandsbek-Gartenstadt ist eines von fünf verbliebenen Bundeswehrkrankenhäusern in Deutschland und ging aus dem 1937 eröffneten Standortlazarett des Heeres hervor. Derzeit beherbergt es 307 Betten mit 790 Angestellten, davon sind 250 Ärzte. Bereits seit 1970 dürfen auch Zivilisten im Bundeswehrkrankenhaus behandelt werden.

Direkt hinter der Haltestelle befindet sich das Gelände des Bundeswehrkrankenhauses, die Busse fahren weiter auf der Lesserstraße. Kurze Zeit später wird die Haldesdorfer Straße gekreuzt, an der Kreuzung befindet sich die gleichnamige Haltestelle. Nun wird überwiegend industriell geprägtes Gebiet durchfahren. Das bekannteste hier vertretende Unternehmen ist die Otto-Group, der Linienlauf folgt der nach dem Firmengründer benannten Werner-Otto-Straße. Zur Anbindung des Industriegebietes fahren hier in der Hauptverkehrszeit Verstärker zur U-Bahnstation Wandsbek-Gartenstadt.

Die otto-Group wurde am 17. August 1949 von Werner Otto gegründet und ist nach Amazon der größte Online-Einzelhändler der Welt. Die Firma erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von über zwölf Milliarden Euro. Bekannte Tochterunternehmen sind der Otto-Versand, Quelle, Neckermann, bonprix und der Hermes Paketdienst.

Die otto-Group wurde am 17. August 1949 von Werner Otto gegründet und ist nach Amazon der größte Online-Einzelhändler der Welt. Die Firma erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von über zwölf Milliarden Euro. Bekannte Tochterunternehmen sind der Otto-Versand, Quelle, Neckermann, bonprix und der Hermes Paketdienst.

Schließlich mündet die Linie 8 in der Bramfelder Chaussee, dieser folgt der Linienlauf. Hier ist das Gebiet eher dünn besiedelt, die Strukturen sind eher schwach ausgeprägt. Weiter im Norden wird die Steilshooper Allee gekreuzt, an der gleichnamigen Haltestelle besteht unter anderem Übergang zur MetroBus-Linie 26. Kurz dahinter befindet sich die 1914 eröffnete Osterkirche. Nun ist die Umgebung wieder etwas dichter besiedelt und es werden der Bramfelder Marktplatz und der Bramfelder Dorfplatz passiert.

BU: Der Bramfelder See ist etwa 1,2 Kilometer lang und 400 Meter breit. An seinen tiefsten Stelen ist er drei Meter tief. Über Seebek und Osterbek läuft Wasser aus dem See in die Alster, der See wurde früher zur Massenfischzucht genutzt und heute von einem Anglerverein betreut. Etwa 800 Meter weiter befindet sich der kleine Bramfelder See, ursprünglich Alter Teich genannt.

BU: Der Bramfelder See ist etwa 1,2 Kilometer lang und 400 Meter breit. An seinen tiefsten Stelen ist er drei Meter tief. Über Seebek und Osterbek läuft Wasser aus dem See in die Alster, der See wurde früher zur Massenfischzucht genutzt und heute von einem Anglerverein betreut. Etwa 800 Meter weiter befindet sich der kleine Bramfelder See, ursprünglich Alter Teich genannt.

An der Haltestelle Berner Chaussee lässt sich nach einem kurzen Fußweg der Bramfelder See erreichen, doch die Linie 8 fährt weiter durch die Bramfelder Chaussee. Das Gebiet ist nun wieder eher dünn besiedelt und von viel Grün umgeben. Westlich der Strecke befindet sich der Ohlsdorfer Friedhof, an der Haltestelle Maisredder besteht Übergang zur Linie 170, Deutschlands einzige Friedhofsbuslinie (abgesehen von der ebenfalls in Hamburg verkehrenden Linie 270).

Kirschallee, Friedhof Ohlsdorf

Der Friedhof Ohlsdorf ist mit einer Größe von 3 Hektar der größte Friedhof Europas. Insgesamt gibt es 235.000 Grabstätten und über 1,4 Millionen Beisetzungen. Jährlich kommen etwa 4.700 Beisetzungen hinzu. Es gibt 13 Kapellen, 700 Brunnen und 2.800 Parkbänke auf dem Gelände. Der Friedhof wurde am 1. Juli 1877 eröffnet, weil die vielen kleinen Friedhöfe, die über das Stadtgebiet verteilt waren, zu wenig Platz boten. Viele ehemalige Friedhöfe wurden später zu Parks umfunktioniert. – Foto: User „Corradox“, hochgeladen unter CC BY-SA 4.0-Lizenz zur WikiMedia am 6.5.2016, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kirschallee_Friedhof_Ohlsdorf.JPG

Kurz hinter der Stadtteilgrenze wird aus der Bramfelder Allee die Saseler Allee. Am Farmsener Weg besteht Übergang zur MetroBus-Linie 27. Die Linie 8 fährt weiter auf der Saseler Allee. Kurz hinter der Kreuzung befindet sich der nach dem gleichnamigen Komiker benannte Heinz-Erhardt-Park. Weiter nördlich biegen die Busse in den Frahmredder ein, hier liegt die für Alstertal typische dünne Bebauung mit Einfamilienhäusern vor. Nach Kreuzung der Stadtbahnstraße erreicht die Linie 8 ihren Endpunkt am Stormarnplatz an der S-Bahnhaltestelle Poppenbüttel.

 Die Alstertalbahn wurde, unter starkem Protest Hamburgs, am 15. Januar 1918 eröffnet und bis 1924 noch mit Benzoltriebwagen betrieben. Die Strecke ist 5,888 Kilometer lang und beinhaltet die Stationen Kornweg, Hoheneichen, Wellingsbüttel und Poppenbüttel. Langfristig soll die Strecke nach Bergstedt oder Sasel verlängert werden, eine Realisierung in den nächsten 50 Jahren ist jedoch unwahrscheinlich. Wir sehen einen Zug der Baureihe 474, welcher in Kürze den Bahnhof Poppenbüttel erreichen wird.

Die Alstertalbahn wurde, unter starkem Protest Hamburgs, am 15. Januar 1918 eröffnet und bis 1924 noch mit Benzoltriebwagen betrieben. Die Strecke ist 5,888 Kilometer lang und beinhaltet die Stationen Kornweg, Hoheneichen, Wellingsbüttel und Poppenbüttel. Langfristig soll die Strecke nach Bergstedt oder Sasel verlängert werden, eine Realisierung in den nächsten 50 Jahren ist jedoch unwahrscheinlich. Wir sehen einen Zug der Baureihe 474, welcher in Kürze den Bahnhof Poppenbüttel erreichen wird.

Nachdem die Straßenbahnlinie 5 (ehemals) eingestellt wurde, übernahm die Linie 65 diese Strecke. Sie führte zunächst vom Wandsbeker Markt nach Hellbrook, später nach Bergstedt. Mit der großen Umbenennung der Buslinien wurde die 65 zur 165 und schließlich nach Poppenbüttel geführt. Mit der Einführung des MetroBus-Netzes wurde die Linie 165 zur 8, seitdem gab es keine Änderungen. Auch für die Zukunft gibt es keine großen Pläne der Verlängerung, sowohl am Wandsbeker Markt, als auch in Poppenbüttel hat sie einen langfristigen Endpunkt gefunden. Auf der Linie 8 fahren nur normale Solobusse.

Abschnitt Alle 20* Alle 10 Alle 5-7
U Wandsbek Markt – U Wandsbek-Gartenstadt 4-23 / 7-23 / 8-23 5-21 / 10-21 / 13-21 15-18 (alle 6-7) / – / –
U Wandsbek-Gartenstadt – Werner-Otto-Straße (Mitte) 5-23 / 7-23 / 8-23 5-21 / 10-21 / 13-21 7-10 + 14-19 (alle 5, teils 2/3/5) / – / –
Werner-Otto-Straße (Mitte) – Bramfelder Dorfplatz (Heukoppel) 5-23 / 7-23 / 8-23 5-21 / 10-21 / 13-21 15-18:45 (alle 6-7, teils 5) / – / –
Bramfelder Dorfplatz (Heukoppel) – S Poppenbüttel** 5-23 / 7-23 / 8-23 5-21 / 10-21 / 13-21 15-18 (alle 6-7)/ – / –

Innerhalb der Zeiten fährt der Bus montags – freitags / samstags / sonn- und feiertags mindestens so häufig wie angegeben. Bei den Zeiten handelt es sich um Richtwerte. Abweichende Takte in Klammern. Daten: Jahresfahrplan 2016, exkl. Verstärkerfahrten.

* Im Nachtverkehr samstags 0-7 / sonn- und feiertags 0-8 40 Minuten-Takt auf ganzer Linie, in der Zeit von 1-5 Uhr nur zwischen U Wandsbek Markt und Bramfelder Dorfplatz (Heukoppel)

**Montag bis Freitag: In der Gegenrichtung morgens dichterer Takt auf dem Abschnitt Am Damm – U Wandsbek-Gartenstadt: von ca. 6:30 – 8:20 mindestens alle 5 Minuten, zusätzlich planmäßige Verstärker zw. Werner-Otto-Straße und U Wandsbek-Gartenstadt (2/3/5-Minuten-Takt)

Vor 15 Jahren wurde der MetroBus im Hamburger Verkehrsverbund eingeführt: Zur besseren Orientierung wurden 14 radiale Linien, welche in die Innenstadt oder größere Zentren führen, die durch acht tangentiale Verbindungslinien ergänzt werden, eingeführt. Viele Linien wurden zur Vereinfachung umbenannt, teilweise jedoch verändert. Über die spannende Geschichte der MetroBusse, aber auch die eingesetzten Fahrzeuge und die Zukunft dieser Busart berichten wir in diesem Jubiläumsmonat bei NAHVERKEHR AKTUELL HAMBURG.

Morgen geht es in dieser Serie noch weiter Richtung Osten zur Linie 9 nach Rahlstedt und Tonndorf.

2 Kommentare

  1. Kurz hinter der Stadtteilgrenze wird aus der Bramfelder Allee die Saseler Allee. Am Farmsener Weg besteht Übergang zur MetroBus-Linie 27.
    Hier fehlen noch 168/368 🙂

    • Im Prinzip stimmt das, jedoch haben wir nur Umsteigemöglichkeiten zu anderen MetroBus-Linien an ausgewählten Punkten angegeben, um die Leserlichkeit nicht zu beeinträchtigen.

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