15 Jahre MetroBus – Linie 9: Vom Markt durch Grün zur Großwohnsiedlung

Die Linie 9 führt von der Großwohnsiedlung Großlohe durch Rahlstedt und Tonndorf parallel  zur Wandse bis zum Wandsbeker Marktplatz. Für die Strecke benötigen die Busse etwa 35 Minuten. Busbeschleunigungsmaßnahmen gibt es keine, dafür aber viel grün, was sich im Laufe dieses Artikels zeigen wird.

LL-9

Nachdem die Busse den Wandsbeker ZOB verlassen haben, passieren sie die 1965 eröffnete Christuskirche und fahren anschließend durch den Straßenverlauf Wandsbeker Marktstraße/Rüterstraße/Wandsbeker Zollstraße. Dabei befindet sich nördlich eine Hefefabrik und südlich eine Schokoladenfabrik, so dass sich je nach Windrichtung der Geruch vom Guten zum Bösen oder andersherum wandelt.

Der heutige Marktplatz wird nicht mehr als Wochenmarkt genutzt, dennoch finden hier über das Jahr verteilt mehrere Märkte mit Themenschwerpunkten statt. Mit dem U-Bahnbau ab 1962 wurde der Platz großzügig umgestaltet, im Norden entstand stattdessen der ZOB.

Der heutige Marktplatz wird nicht mehr als Wochenmarkt genutzt, dennoch finden hier über das Jahr verteilt mehrere Märkte mit Themenschwerpunkten statt. Mit dem U-Bahnbau ab 1962 wurde der Platz großzügig umgestaltet, im Norden entstand stattdessen der ZOB.

Der Linienlauf folgt nun der Ahrensburger Straße und damit weitestgehend parallel zum Fluss Wandse, einer der Zuläufe zur Alster. Nördlich der Linie 9 befindet sich der Eichtalpark, südlich die Kurfürstenstraße. Bis zum Ölmühlenweg ist der Linienverlauf der Linie 9 mit dem der 262 identisch. Diese biegt hier jedoch in Richtung Süden ab, während die Linie 9 weiter der Ahrensburger Straße folgt.

Der Eichtalpark wurde 1926 von einem Lederfabrikanten als Wandsbeker Stadtpark eröffnet. Eine ehemalige als Ölmühle genutzte Wassermühle wurde 1928 in ein Restaurant umgewandelt, es existiert heute noch, jedoch wurde das Mühlenrad 1930 entfernt. Durch den Park fließt die Wandse.

Der Eichtalpark wurde 1926 von einem Lederfabrikanten als Wandsbeker Stadtpark eröffnet. Eine ehemalige als Ölmühle genutzte Wassermühle wurde 1928 in ein Restaurant umgewandelt, es existiert heute noch, jedoch wurde das Mühlenrad 1930 entfernt. Durch den Park fließt die Wandse.

Etwas später, das Gebiet ist hier schon dünner besiedelt und in weiten Teilen von Gewerbe geprägt, wird der Fluss Rahlau gekreuzt. Hinter dem Friedhof Tonndorf teilt sich der Linienweg: In Richtung  Rahlstedt fahren die Busse zur Busumsteigeanlage am Bahnhof Hamburg-Tonndorf. Aus Richtung Innenstadt fahren die Busse durch die Tonndorfer Hauptstraße. Am Studio Hamburg vereinigen sie sich wieder.

Der Friedhof Tonndorf wurde am 19. November 1880 als neuer Friedhof von Wandsbek auf einer Fläche von zehn Hektar angelegt. In dem Friedhof befindet sich eine Kapelle von 1914, die kleinere davor entstandene Kapelle wird als Steinmetzbetrieb genutzt. Da Tonndorf mit der Eröffnung des Ohlsdorfer Friedhofes nicht zu Hamburg gehörte, wurde der Tonndorfer Friedhof nicht endwidmet und wird heute noch aktiv genutzt.

Der Friedhof Tonndorf wurde am 19. November 1880 als neuer Friedhof von Wandsbek auf einer Fläche von zehn Hektar angelegt. In dem Friedhof befindet sich eine Kapelle von 1914, die kleinere davor entstandene Kapelle wird als Steinmetzbetrieb genutzt. Da Tonndorf mit der Eröffnung des Ohlsdorfer Friedhofes nicht zu Hamburg gehörte, wurde der Tonndorfer Friedhof nicht endwidmet und wird heute noch aktiv genutzt.

In beiden Richtungen wird nun durch die Tonndorfer Hauptstraße gefahren. Vorbei an niederem Einzelhandel geht es gen Norden. Die Busse fahren weiter durch die Rahlstedter Straße. Vorbei an Friedhof und Liliencronpark wird schließlich die Rahlstedter Innenstadt und damit auch die Busumsteigeanlage am Bahnhof Rahlstedt erreicht.

Der Liliencronpark wurde am 3. Juni 1934 zum 90-jährigen Geburtstag des Dichters Liliencron samt Denkmal eröffnet. Der Park ist etwa 1.100 Quadratmeter groß, in ihm befindet sich der Liliencronteich, durch den die Wandse fließt.

Der Liliencronpark wurde am 3. Juni 1934 zum 90-jährigen Geburtstag des Dichters Liliencron samt Denkmal eröffnet. Der Park ist etwa 1.100 Quadratmeter groß, in ihm befindet sich der Liliencronteich, durch den die Wandse fließt.

Von hier aus fahren die Busse wieder zurück zur Rahlstedter Straße und folgen dieser weiter in Richtung Nordwesten. Vorbei an der Alt-Rahlstedter Kirchengemeinde geht es durch die Stapelfelder Straße. Hier gibt es wieder mehr Wohnungen, unter anderem auch Hochhäuser. Im Großlohering endet die Linie 9 schließlich.

Als in den 1960ern der Wohnraum knapp wurde, entstand in diesem Ostteil von Rahlstedt eine neue Siedlung. Da möglichst viele Menschen untergebracht werden mussten, wandte man die nicht nur im Osten beliebte Plattenbauweise an.

Als in den 1960ern der Wohnraum knapp wurde, entstand in diesem Ostteil von Rahlstedt eine neue Siedlung. Da möglichst viele Menschen untergebracht werden mussten, wandte man die nicht nur im Osten beliebte Plattenbauweise an.

Nach der Einstellung der Straßenbahnlinie 3 wurde mit der Bus-Linie 64 Ersatz geschaffen. Später wurde diese zur 164 und nach Rahlstedt und später nach Großlohe verlängert. Schließlich wurde aus der Linie 164 die Linie 9, inzwischen ist die Bezeichnung 164 für eine Ringlinie in Rahlstedt neu vergeben worden. Zum Fahrplanwechsel 2013/14 wurden bis auf für die am Bf. Tonndorf beginnenden Fahrten der Linienweg in Richtung Innenstadt in die Tonndorfer Hauptstraße verschwenkt.

Zum Fahrplanwechsel 2015/16 wurde das Angebot „bedarfsgerecht“ in der Hauptverkehrszeit angepasst: Statt einem 7/8-Minutentakt auf ganzer Linie, gibt es nördlich von Tonndorf nur noch einen 10-Minuten-Takt, südlich hingegen einen 5-Minuten-Takt. Linienerweiterungen oder Verschwenkungen sind langfristig nicht vorgesehen.

Abschnitt Alle 20 Alle 10 Alle 5
U Wandsbek Markt – Bf. Tonndorf 4-25 / 0-24 / 0-25 (außer 5-8: alle 40) 6-23 / 9-23 / 10-23 6-8 + 12-19* / – / –
Bf. Tonndorf – Bf. Rahlstedt 5-25 / 0-24 / 0-25 (außer 5-8: alle 40) 6-23 / 9-23 / 10-23 – / – / –
Bf. Rahlstedt – Großlohe 5-21 / 5-21 / 6-21 6-21 / 9-21 / 13-21 – / – / –

Innerhalb der Zeiten fährt der Bus montags – freitags / samstags / sonn- und feiertags mindestens so häufig wie angegeben. Bei den Zeiten handelt es sich um Richtwerte. Abweichende Takte in Klammern. Daten: Jahresfahrplan 2016, exkl. Verstärkerfahrten. 25 Uhr = 1 Uhr des Folgetages.

*5 Minuten-Takt nur in Lastrichtung: Morgens (ab Bf. Tonndorf (Tonndorfer Hauptstraße)) in Richtung U Wandsbek Markt, nachmittags in Richtung Tonndorf.

Vor 15 Jahren wurde der MetroBus im Hamburger Verkehrsverbund eingeführt: Zur besseren Orientierung wurden 14 radiale Linien, welche in die Innenstadt oder größere Zentren führen, die durch acht tangentiale Verbindungslinien ergänzt werden, eingeführt. Viele Linien wurden zur Vereinfachung umbenannt, teilweise jedoch verändert. Über die spannende Geschichte der MetroBusse, aber auch die eingesetzten Fahrzeuge und die Zukunft dieser Busart berichten wir in diesem Jubiläumsmonat bei NAHVERKEHR AKTUELL HAMBURG.

Morgen geht es zum „Jenfeld-Express“, genauer gesagt zur MetroBus-Linie 10.

2 Kommentare

  1. Eine originellere Überschrift wäre gewesen:

    „15 Jahre MetroBus – Linie 9: Der Schienenersatzverkehr für Rahlstedt und Tonndorf“

    😉

  2. Wie immer spitze!

    Kleiner Verbesserungsvoschlag:

    Zitat: „Bis zum Ölmühlenweg ist der Linienverlauf der Linie 9 mit dem der 262“. Hier ist das Ende vom Satz irgendwie verloren gegangen.

    Zitat: „Zum Fahrplanwechsel 2013/14 wurden bis auf die Einsetzer alle Fahrten in Richtung Innenstadt in die Tonndorfer Hauptstraße verschwenkt“ Zum besseren Verständnis der nicht linienkundigen Leser möchte ich anregen, dass der Begriff „die Einsetzer“ in „Bf Tonndorf beginnende Fahrten“ ersetzt wird..

    Macht weiter so, würde mich freuen, wenn nach den Metrobussen so nach und nach auch andere HVV-Linien auf dieser Art und Weise vorgestellt werden.

    Herzliche Grüße von einem Fan!

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