15 Jahre MetroBus – Linie 12: Billstedt, Boberg, Bergedorf

Vom abwechslungsreichen Billstedt über das grüne Boberg und das vorstädtische Bergedorf bis in die Neubausiedlung von Allermöhe – das ist die Linie 12, welche wir heute hier vorstellen. Für die 17 Kilometer lange Strecke benötigen die überwiegend zum Einsatz kommenden Gelenkbusse der VHH je nach Tageszeit etwa eine Stunde.

LL-12

Die Linie 12 beginnt am Billsteter ZOB, an dem Übergang zur U-Bahn und zu zahlreichen Buslinien besteht. Nach dem Verlassen des ZOB fahren die Busse durch die Reclamstraße und bedienen die gleichnamige Haltestelle. Dabei wird die Grundschule St. Paulus passiert. Anschließend biegen die Busse in die Möllner Landstraße ab, welche den Schleemer Bach kreuzt.

Der Schleemer Bach ist etwa 10 Kilometer lang und führt von Rahlstedt in die Bille, dabei fließt dieser in den und anschließend aus dem Öjendorfer See, nördlich der Kreuzung befindet sich der Schleemer Teich, an dem sich einst eine Mühle befand.
Der Schleemer Bach ist etwa 10 Kilometer lang und führt von Rahlstedt in die Bille, dabei fließt dieser in den und anschließend aus dem Öjendorfer See, nördlich der Kreuzung befindet sich der Schleemer Teich, an dem sich einst eine Mühle befand.

Anschließend folgt der Linienlauf der Kapellenstraße, dieser folgen die Busse bis nach Kirchsteinbek und kommen am Steinbeker Friedhof und der Glinder Au vorbei. Über die Straße Mümmelmannsberg wird die gleichnamige Haltestelle der U2 erreicht. Über die Kandinskyallee wird die B5 erreicht: In Richtung Billstedt fahren die Busse über diese Bundesstraße und in Gegenrichtung über den Langbergring. Nun erreichen die Busse Boberg.

Das Naturschutzgebiet Boberg sticht vor allem durch seine Dünen hervor, die sonst eigentlich nur am Meer anzutreffen sind. Zudem befindet sich hier ein Flughafen für Segelflugzeuge. Längst kein Geheimtipp mehr ist der Boberger See, welcher in den letzten zehn Jahren vom Naturidyll zum Massenerholungsort an warmen Sommertagen verkam.
Das Naturschutzgebiet Boberg sticht vor allem durch seine Dünen hervor, die sonst eigentlich nur am Meer anzutreffen sind. Zudem befindet sich hier ein Flughafen für Segelflugzeuge. Längst kein Geheimtipp mehr ist der Boberger See, welcher in den letzten zehn Jahren vom Naturidyll zum Massenerholungsort an warmen Sommertagen verkam.

Hinter der Haltestelle Boberg verlasssen die Busse die Bundesstraße und fahren weiter über den Reinbeker Redder. Vorbei an einigen Kleingärten wird die Korachstraße erreicht, in welche die Busse abbiegen. Hier soll in ein paar Jahrzehnten die U2 in Richtung Innenstadt fahren. Nun wird der Röpraredder erreicht, an dem sich das Grüne Zentrum von Lohbrügge befindet.

Als Lohbrügge in den 1960er Jahren zur Großwohnsiedlung umgebaut wurde, wollten die Stadtplaner reine „Betonwüsten“ verhindern und schufen deshalb das grüne Zentrum. Die Grünanlage ist etwa 14 Hektar groß, für den Freizeitwert sorgt eine Minigolfanlage.
Als Lohbrügge in den 1960er Jahren zur Großwohnsiedlung umgebaut wurde, wollten die Stadtplaner reine „Betonwüsten“ verhindern und schufen deshalb das grüne Zentrum. Die Grünanlage ist etwa 14 Hektar groß, für den Freizeitwert sorgt eine Minigolfanlage.

Später fahren die Busse in die Habermannstraße, die zwar locker, aber mit Hochhäusern bebaut ist. Diese Straße mündet in die Straße „Am Beckerkamp“ und schließlich in den Lohbrügger Markt. Mit der Fahrt durch den Ludwig-Rosenberg-Ring erreicht die Linie 12 das Zentrum von Bergedorf. So halten die Busse am Finanzamt Bergedorf mit gleichnamiger Haltestelle. Nach Halt in der Alten Hostenstraße erreichen die Busse schließlich den Bergedorfer ZOB.

Der heutige Bergedorfer ZOB stammt aus dem Jahr 2011, davor zogen sich Bau und Planung über mehr als 15 Jahre hin, auch nach der Eröffnung erntete der ZOB zunächst viel Kritik, da Schmutz von Restarbeiten Rolltreppen und Fahrstühle lahmlegte. Heute jedoch präsentiert sich der ZOB ohne Baukräne und mit acht Abfahrtsbereichen und drei Zufahrtsrampen, die den Busverkehr in und um Bergedorf bewältigen.
Der heutige Bergedorfer ZOB stammt aus dem Jahr 2011, davor zogen sich Bau und Planung über mehr als 15 Jahre hin, auch nach der Eröffnung erntete der ZOB zunächst viel Kritik, da Schmutz von Restarbeiten Rolltreppen und Fahrstühle lahmlegte. Heute jedoch präsentiert sich der ZOB ohne Baukräne und mit acht Abfahrtsbereichen und drei Zufahrtsrampen, die den Busverkehr in und um Bergedorf bewältigen.

In der Kurt-A.-Körber-Chaussee verläuft die Linie 12 eher durch von Gewerbe geprägtem Gebiet, so befindet sich hier beispielsweise die Hauni-Maschinenba-Fabrik, die für die Herstellung von Zigarettenautomaten bekannt ist. Am Ende der Straße biegen die Busse in den Oberen Landweg, später in den Nettelnburger Landweg. Im Rahel-Varnhargen-Weg halten die Busse am Haltepunkt Nettelnburg.

Ein Stadtteil zwischen Billwerder und Allermöhe war schon von Fritz Schumacher in den 1920ern geplant, umgesetzt wurde die Idee jedoch erst mit den enormen Zuwanderungsströmen nach der Wiedervereinigung. Anders als viele Großwohnsiedlungen in den 1960er Jahren sollten in Neu-Allermöhe maximal viergeschossige Gebäude errichtet werden, dennoch entsprach die Arbeitslosenquote im vergangenem Jahr bei 6,6 Prozent, was über dem Landesdurchschnitt liegt.
Ein Stadtteil zwischen Billwerder und Allermöhe war schon von Fritz Schumacher in den 1920ern geplant, umgesetzt wurde die Idee jedoch erst mit den enormen Zuwanderungsströmen nach der Wiedervereinigung. Anders als viele Großwohnsiedlungen in den 1960er Jahren sollten in Neu-Allermöhe maximal viergeschossige Gebäude errichtet werden, dennoch entsprach die Arbeitslosenquote im vergangenem Jahr bei 6,6 Prozent, was über dem Landesdurchschnitt liegt.

Anschließend fahren die Busse durch das Neubaugebiet Neu-Allermöhe durch die Straßen Margit-Zinke-Straße, Felix-Jud-Ring, Wilhelm-Osterhold-Stieg, Adolf-Köster-Damm und wieder über den Felix-Jud-Ring zur S-Bahnhaltestelle Allermöhe, die Linie verläuft also in einem Halbkreis. Am Haltepunkt Allermöhe findet die Linie 12 ihr Ende.

Der neue Stadtteil sollte auch mit dem ÖPNV gut angeschlossen sein, da das Gebiet an der bereits existierenden Trasse der S-Bahn lag, errichtete man den Haltepunkt Allermöhe, der am 30. Mai 1999 eröffnet wurde. Während sich südlich der S-Bahnhaltestelle der Marktplatz und damit das Zentrum befindet, blickt man in Richtung immer noch auf Felder und Wälder.
Der neue Stadtteil sollte auch mit dem ÖPNV gut angeschlossen sein, da das Gebiet an der bereits existierenden Trasse der S-Bahn lag, errichtete man den Haltepunkt Allermöhe, der am 30. Mai 1999 eröffnet wurde. Während sich südlich der S-Bahnhaltestelle der Marktplatz und damit das Zentrum befindet, blickt man in Richtung Norden immer noch auf Felder und Wälder.

Mit der Einführung des MetroBus-Netzes im Jahre 2001 entstand die Linie 12 aus zwei Linien: Zum einen aus der Linie 131 zwischen Geesthacht, Oberstedt und dem Bahnhof Bergedorf, sowie aus der Linie 132 zwischen dem U-Bahnhof Billstedt und dem Bahnhof Bergedorf. Zum Fahrplanwechsel 2013/14 übernahmen die Linien 8800 und 8890 den Busverkehr nach Bergedorf, die Linie 12 fährt seitdem stattdessen über Bergedorf auf dem Linienweg der ehemaligen Linie 334 nach Allermöhe. Weitere Planungen zur Verlängerung gibt es derzeit nicht, Einschnitte könnte es mit der Eröffnung der U2 nach Boberg-Havighorst, dessen Baubeginn jedoch noch nicht einmal geplant ist.

Abschnitt Alle 40 alle 20 alle 10
U Billstedt – Korachstraße immer mind. alle 20 Min 5-25 / 0-24 / 0-24 6-22 / 9-23 / 9-23
Korachstraße – Bf. Bergedorf immer mind. alle 20 Min 5-25 / 0-24 5-22 / 7-23 / 10-23
Bf. Bergedorf – Margit-Zinke-Straße (Nord) 5-23 / 6-23 (zw. 15-20 alle 30) / 9-23 (zw. 13-19 alle 30) 5-20 / 8-15 / – – / – / –
Margit-Zinke-Straße (Nord) – S Allermöhe 5-23 / 6-23 (zw. 15-20 alle 30) / 7-23 (zw. 13-19 alle 30) 5-20 / 8-15 / – 14-19* / – / –

Innerhalb der Zeiten fährt der Bus montags – freitags / samstags / sonn- und feiertags mindestens so häufig wie angegeben. Bei den Zeiten handelt es sich um Richtwerte. Daten: Jahresfahrplan 2016, exkl. Verstärkerfahrten. 25 Uhr = 1 Uhr des Folgetages. Zusätzliche Fahrten an Schultagen in Hamburg zwischen Boberg bzw. Korachstraße und Bf. Bergedorf sowie in der Gegenrichtung mittags zwischen Bf. Bergedorf und U Mümmelmannsberg. *Nur in Richtung Margit-Zinke-Straße (Nord)

Vor 15 Jahren wurde der MetroBus im Hamburger Verkehrsverbund eingeführt: Zur besseren Orientierung wurden 14 radiale Linien, welche in die Innenstadt oder größere Zentren führen, die durch acht tangentiale Verbindungslinien ergänzt werden, eingeführt. Viele Linien wurden zur Vereinfachung umbenannt, teilweise jedoch verändert. Über die spannende Geschichte der MetroBusse, aber auch die eingesetzten Fahrzeuge und die Zukunft dieser Busart berichten wir in diesem Jubiläumsmonat bei NAHVERKEHR AKTUELL HAMBURG.

Morgen geht es zu einer Buslinie, der sogar ein eigenes Buch gewidmet wurde: Die „wilde“ 13 verbindet Veddel, Wilhelmsburg und Kirchdorf und ist damit die einzige MetroBus-Linie auf der Elbinsel.

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