15 Jahre MetroBus – Linie 24: Hamburgs Längste

Hamburg’s Längste – Heute geht es bei Nahverkehr Aktuell Hamburg um die MetroBus-Linie 24, die vom Niendorfer Markt über Langenhorn, Poppenbüttel, Volksdorf zum Rahlstedter Bahnhof führt. Für den etwa 30 Kilometer langen Linienweg benötigt die 24 etwa 90 Minuten.

Die 24 startet an der Busanlage am Niendorfer Markt.

Der Wagen 2919 der Hochbahn nimmt die ersten Fahrgäste auf der 24 auf. Auf der langen Fahrt nach Rahlstedt wird er noch 56 weitere Haltestellen passieren.
Der Wagen 2919 der Hochbahn nimmt die ersten Fahrgäste auf der 24 auf. Auf der langen Fahrt nach Rahlstedt wird er noch 56 weitere Haltestellen passieren.

Über den Garstedter Weg, An der Lohe und die Wendlohstraße beginnt die 24 ihre Fahrt in Richtung Norden. Auf dem Weg in Richtung U Niendorf Nord bedient die 24 die Siedlungen Niendorfs. Über den Quedlinburger Weg und den Nordalbingerweg erreicht der MetroBus 24 Niendorf Nord. Hier beginnt der 10-Minutentakt zur Nebenverkehrszeit. Danach geht es nach einer Ecke auf den Märkenweg. Danach geht es auf die B433 in Richtung Krohnstiegtunnel. Hier passiert die 24 als einzige Metrobuslinie einen Tunnel. Dort unterquert sie die Startbahn 15/33 des Hamburger Flughafens. Der 419 Meter lange Tunnel wurde 1965 fertiggestellt. 1998 die zweite Röhre. Direkt hinter dem Portal durchfährt die 24 für etwa 100 Meter Gebiet Norderstedts und somit Schleswig-Holsteins. Danach erreicht die 24 Langenhorn. Immer auf dem Krohnstieg entlang passiert die 24 das Krohnstieg-Center und direkt dahinter den U-Bahnhof Langehorn Markt.

Bereits seit 1918 existiert die Station Langenhorn Markt. Am Anfang diente lediglich ein Behelfsbahnsteig am Gütergleis zum Langenhorner Güterbahnhof als Möglichkeit des Fahrgastwechsels. Heute kann man hier auch in die Buslinien 192, 193, 292 umsteigen.
Bereits seit 1918 existiert die Station Langenhorn Markt. Am Anfang diente lediglich ein Behelfsbahnsteig am Gütergleis zum Langenhorner Güterbahnhof als Möglichkeit des Fahrgastwechsels. Heute kann man hier auch in die Buslinien 192, 193, 292 umsteigen.

Immer dem Straßenverlauf folgend passieren die Busse der 24 die Haltestelle Am Schulwald und erreichen am Lademannbogen den Hochbahn-Busbetriebshof Hummelsbüttel. Hier sind 125 Solo- und Gelenkbusse für die Bedienung der Linien in Hamburgs Norden stationiert. Hier stehen unter anderem auch die Plug-in Hybridbusse für die Innovationslinie 109.

Auf dem Poppenbüttler Weg setzt die 24 ihre Fahrt in Richtung Tegelsbarg fort. Ab der Haltestelle Ruscheweyhstraße macht die 24 einen kleinen Abstecher zum Norbert-Schmid-Platz in Tegelsbarg und sorgt für eine gute Anbindung der dortigen Großwohnsiedlung. Danach geht es über die gleichnamige Straße wieder zurück auf den Ring 3. Über die Minsbek und Alster hinweg, biegt der MetroBus-24 rechts in den Heegbarg ein und erreicht das Alstertal-Einkaufszentrum.

Das AEZ wurde 1970 eröffnet und ist mit etwa 240 Geschäften einer der größten Einkaufszentren Norddeutschlands. Die Lage am Schnittpunkt aller Poppenbüttler Buslinien macht es auch zu einem Zentrum des Hamburger Nordostens. Hier arbeiten etwa 2000 Mitarbeiter.
Das AEZ wurde 1970 eröffnet und ist mit etwa 240 Geschäften einer der größten Einkaufszentren Norddeutschlands. Die Lage am Schnittpunkt aller Poppenbüttler Buslinien macht es auch zu einem Zentrum des Hamburger Nordostens. Hier arbeiten etwa 2000 Mitarbeiter.

Die nächste Station der 24 ist der S-Bahnhof Poppenbüttel.

Hier an der Poppenbüttler Busumsteigeanlage treffen sich 7 Tag- und 2 Nachtlinien. Der Busumsteigeanlage erhielt bereits zweimal einen Designpreis für seine moderne Architektur. Die 24 hat hier planmäßig einige Minuten Aufenthalt.
Hier an der Poppenbüttler Busumsteigeanlage treffen sich 7 Tag- und 2 Nachtlinien. Der Busumsteigeanlage erhielt bereits zweimal einen Designpreis für seine moderne Architektur. Die 24 hat hier planmäßig einige Minuten Aufenthalt.

Nach der kleinen Pause fährt die 24 wieder am AEZ vorbei und biegt rechts auf die Stadtbahnstraße. Am Saseler Park vorbei erreicht sie den Saseler Markt, wo die 24 in Richtung Volksdorf auf den Waldweg links abbiegt. Nach einigen Stationen fährt die Linie 24 an dem Naturschutzgebiet Volksdorfer Teichwiesen entlang und erreicht nach einer Rechtsabbiegung den Ortskern Volksdorfs.

Der Name Volksdorf ist auf den Dorfgründer Volkward zurückzuführen. Bereits in der Steinzeit war das Gebiet besiedelt. Volksdorf wurde 1296 erstmals erwähnt und ging 1437 von Stormarn zur Stadt Hamburg über. Heute ist es eine der wohlhabensten Stadtteile Hamburgs. Der Kaufmann Heinrich Ohlendorff trieb den Bau der elektrischen Kleinbahn von Altrahlstedt über Volksdorf nach Ohlstedt voran, die 1904 ihren Betrieb aufnahm. Seit 1920 halten hier auch die Züge der Walddöferbahn auf der damaligen Fahrt von Barmbeck nach Groß-Hansdorf.
Der Name Volksdorf ist auf den Dorfgründer Volkward zurückzuführen. Bereits in der Steinzeit war das Gebiet besiedelt. Volksdorf wurde 1296 erstmals erwähnt und ging 1437 von Stormarn zur Stadt Hamburg über. Heute ist es eine der wohlhabensten Stadtteile Hamburgs. Der Kaufmann Heinrich Ohlendorff trieb den Bau der elektrischen Kleinbahn von Altrahlstedt über Volksdorf nach Ohlstedt voran, die 1904 ihren Betrieb aufnahm. Seit 1920 halten hier auch die Züge der Walddöferbahn auf der damaligen Fahrt von Barmbeck nach Groß-Hansdorf.

Hinter Volksdorf verkehrt die 24 bis Meiendorfer Weg im Parallelverkehr zur U1. Nach der Fahrt auf der Farmsener Landstraße biegt den die Busse in den Meiendorfer Weg ein und erreichen die U-Bahn Haltestelle.

Der Bahnhof Meiendorfer Weg wurde zum Betriebsstart 1920 erst gar nicht bedient. Erst als die Hochbahn den Bahnhof 1925 testweise öffnete zeichnete sich ein  so hoher Zuspruch ab, dass er bis heute durchgehend geöffnet blieb.
Der Bahnhof Meiendorfer Weg wurde zum Betriebsstart 1920 erst gar nicht bedient. Erst als die Hochbahn den Bahnhof 1925 testweise öffnete zeichnete sich ein  so hoher Zuspruch ab, dass er bis heute durchgehend geöffnet blieb.

Direkt hinter dem Bahnhof fährt die 24 durch den Volksdorfer Wald. Hier befindet sich auch ein Kletterpark. Der Wald ist mit 92 Hektar eine der größten Wälder in Hamburg. Ab der Waldgrenze haben die Busse Rahlstedt erreicht. Ab dem Ende des Meiendorfer Wegs biegt die 24 in den Nordlandweg ab und bedient mit diesem Abstecher parallel zur Linie 275 den Wildschwanbrook.  Danach geht es weiter auf der Meiendorfer und Barghteheider Straße bis zur Kreuzung Scharbeutzer Straße. Hier biegt die Linie 24 links ab und befindet sich nach einer weiteren Linksabbiegung auf dem Doberaner Weg. Nach wenigen hundert Metern erreicht der MetroBus 24 seine Endhaltestelle Bf. Rahlstedt (Doberaner Weg). Im Gegensatz zu Linien wie der 9 oder 26 hält die 24 auf der Westseite des Bahnhofs.

In der Vergangenheit hieß der Bahnhof bereits einmal S Rahlstedt. Zur Inbetriebnahme der S4 wird dieses wiederaufleben. Heute halten hier die Regionalzüge der RB81 auf der Relation Hamburg Hbf-Bad Oldesloe.
In der Vergangenheit hieß der Bahnhof bereits einmal S Rahlstedt. Zur Inbetriebnahme der S4 wird dieses wiederaufleben. Heute halten hier die Regionalzüge der RB81 auf der Relation Hamburg Hbf-Bad Oldesloe.

Die Linie 24 entstand 2001 durch teilweise und komplette Linienübernahmen der Linien 174, 175, 274, 291 und 374. Im Hamburger Norden verlaufend, hat die 24 kaum Optimierungsmaßnahmen erhalten. Die Hochbahn-Linie 24 wird vom Betriebshof Hummelsbüttel aus bedient. Darüber hinaus fährt die Ahrensburger Busgesellschaft abg und Orthmanns` Reisedienst als Teil der VHH mit  auf der 24. Die Linie wird ausschließlich mit Solobussen bedient.

Abschnitt Nur alle 40-60 Alle 20 Alle 10
U Niendorf Markt – U Niendorf Nord 23-24 / 0-7 / 0-8 + 23-24 5-23 / 7-23 / 8-23 6-9 + 15-19 / – / –
U Niendorf Nord – S Poppenbüttel* 23-24 / 0-6 / 0-8 + 23-24 4-23 / 6-23 / 8-23 6-21 / 8-21 / –
S Poppenbüttel – U Volksdorf 24-25 / 0-6 / 0-8 + 23-24 6-23 / 6-23 / 8-23 6-9 + 11-19 / 8-14 / –
U Volksdorf – Bf. Rahlstedt 24-25 / 5-6 / 5-8 + 23-25 6-24 / 7-24 / 9-23 6-10 + 12-20 / 9-14 / –

Innerhalb der Zeiten fährt der Bus montags – freitags / samstags / sonn- und feiertags mindestens so häufig wie angegeben. Bei den Zeiten handelt es sich um Richtwerte. Abweichende Takte in Klammern. Daten: Jahresfahrplan 2016, exkl. Verstärkerfahrten. 25 Uhr = 1 Uhr des Folgetages. *Nachtverkehr (alle 40-60) zwischen 0 und 4 Uhr nur auf dem Abschnitt Niendorf Nord – Krohnstiegtunnel.

Vor 15 Jahren wurde der MetroBus im Hamburger Verkehrsverbund eingeführt: Zur besseren Orientierung wurden 14 radiale Linien, welche in die Innenstadt oder größere Zentren führen, die durch acht tangentiale Verbindungslinien ergänzt werden, eingeführt. Viele Linien wurden zur Vereinfachung umbenannt, teilweise jedoch verändert. Über die spannende Geschichte der MetroBusse, aber auch die eingesetzten Fahrzeuge und die Zukunft dieser Busart berichten wir in diesem Jubiläumsmonat bei NAHVERKEHR AKTUELL HAMBURG.

Morgen geht es zur MetroBus-Linie 25, welche über Rahlstedt und Eppendorf nach Hammerbrook führt.

Ein Gedanke zu „15 Jahre MetroBus – Linie 24: Hamburgs Längste

  • 19.07.2016 um 23:27
    Permalink

    Fährt die 24 wirklich bis zur Kreuzung Scharbeutzer Straße? Meiner Meinung nach biegt die 24 schon vorher links in die Boytinstrasse ein und quasi sofort gleich nach der Tankstelle rechts in den Heestweg und dann am Ende links in den Doberaner Weg paar hundert Meter bis zum Bahnhof. Sieht Google übrigens auch so. Vielleicht war das früher mal anders?

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