S21 nach Kaltenkirchen: Bürgerinitiative legt erneuertes Gutachten vor

Im Gespräch mit Experten zeigte sich, dass das von der Bürgerinitiative Gegengutachten fehlerhaft war. Dennoch ergibt sich weiterhin ein nicht zuschussfähiger Kostennutzenfaktor. Die mittlerweile 100 Anwohnerinnen und Anwohner sind nun nicht mehr wie anfangs gegen das Projekt, sondern sind nur gegen die S21 (und natürlich das zweite Gleis im Bereich Ellerau).

Die Bürgerinitiative fordert nun statt der S21, die bislang mit Einsystem-Zügen betrieben wird, eine Realisierung mit der S3 oder S4. Ein wichtiger Grund ist die höhere Wirtschaftlichkeit, da auf diesen Linien sowieso schon Zwei-System-Zügen eingesetzt werden. Ein weiteres Argument ist die bessere Erreichbarkeit Altonas und der Innenstadt, die auch die Fahrgastinitiative Hamburg vertritt. Obwohl die Bürgerinitiative für eine bessere Schienenanbindung ist, fordert sie weiterhin einen sofortigen Stopp des Projektes.

Die Bürgerinitiative wurde von 30 Anwohnern gegründet, um ein zweites Gleis im Bereich ihrer Häuser in Ellerau zu verhindern, damit die Grundstückspreise nicht sinken. Anfangs forderten sie, keine S-Bahn nach Kaltenkirchen fahren zu lassen, sondern die AKN wieder zum Hamburger Hauptbahnhof oder eine S-Bahn ohne durchgehenden zweigleisigen Ausbau. Daneben gibt es eine von AKN-Mitarbeitern gegründete Initiative, die ihren Arbeitsplatz nicht verlieren wollten, mit ihrer Petition jedoch gescheitert sind.

» Zur Homepage der Bürgerinitiative

» Das erneuerte Gutachten der Bürgerinitiative

Titelbild: Anzeige „AKN Eisenbahn AG“ an einem modernem LINT 54 der AKN.

1 Kommentar

  1. Ja prima, was da beschlossen werden soll. Ich hab dann eine 4 !!! Meter hohe Lärmschutzwand im Garten stehen. Somit werde ich dann vom Herbst bis Frühling quasi zum Nordcapbewohner. Hier scheint dann keine Sonne mehr in mein Wohnzimmer.

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