Ab Dezember 2017: Bahnverkehr im Landkreis Uelzen kommt in den HVV

Ein Traum vieler Pendler wird zum Fahrplanwechsel 2017 Wirklichkeit: Dann können diese nämlich mit dem günstigeren und einheitlichen HVV-Tarif fahren, insbesondere die Gemeinde Bad Bevensen pochte auf die Inklusion. Auch umgekehrt erhofft sich Bad Bevensen mehr Touristen und mehr Zuzügler durch diese Regelung.

Ab dem 10. Dezember 2017 ist dann nicht nur der RE3, die Verbindung zwischen Uelzen und Hamburg, im Hamburger Verkehrsverbund, sondern auch alle anderen Bahnstrecken innerhalb des Landkreises. Damit wurde die größte von drei möglichen Varianten realisiert. Die Eingliederung betrifft jedoch nur den Bahnverkehr und nicht den Busverkehr, wie es bereits bei der Erweiterung des HVV-Gebietes in den Landkreis Lüchow-Dannenberg gehandhabt wurde.


 

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» Diese Strecken und Bahnhöfe sind künftig im HVV


Zuvor wurde für die Strecke nach Uelzen bereits ein Übergangstarif eingeführt, mit welchem Pendler mit nur einer Fahrkarte das Hamburger Stadtgebiet erreichen konnten. Das genügte der Gemeinde Bad Bevensen nicht, sie hatte sogar damit gedroht, zum Landkreis Lüneburg zu wechseln, nur um im Gebiet des HVV zu sein.

Doch Anfang des Jahres kam die Wende: Das Land Niedersachsen sicherte zu, die Hälfte der jährlich anfallenden Kosten des HVV-Beitrittes in Höhe von 1,9 Millionen Euro zu übernehmen. Der Landkreis Uelzen wird vierzig Prozent der Summe übernehmen und die restlichen zehn Prozent zahlt der Hamburger Verkehrsverbund.

Die letzte Gebietserweiterung des fand vor etwa zwei Jahren statt als die gesamte Strecke der RB32 nach Dannenberg Ost in den HVV aufgenommen wurde. Ende 2004 wurden die Landkreise Lüneburg, Harburg und Stade und Ende 2002 die Landkreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Segeberg und Pinneberg in das Tarifgebiet des Hamburger Verkehrsverbundes aufgenommen.

Titelbild: Ein Zug der metronom Eisenbahngesellschaft auf der Linie RE3 in Bad Bevensen © – Roman Berlin

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