Ab sofort: Mitnahme von E-Scootern in Bussen verboten

Auf Grund der Ergebnisse des dritten STUVA-Gutachtens rät der VDV (Verband deutscher Verkehrsunternehmen) den Verkehrsunternehmen, die Benutzung der derzeit im Handel erhältlichen Elektroscooter in Bussen nicht zu gestatten. Der HVV folgt dieser Empfehlung und verbietet die Mitnahme in Bussen bis auf weiteres.

Das Gutachten hatte im wesentlichen gezeigt, dass sämtliche Elektroscooter bei Ausweichmanövern von Bussen und der damit verbundenen Richtungsänderung umfallen. Während Nässe auf das Stabilitätsverhalten keinen Einfluss ausübte, kam der Elektroscooter bei schmutzigem Untergrund ins Rutschen.

Am 10. November fand ein runder Tisch statt, an welchem Kriterien zur Benutzung in Bussen vereinbart wurden: Der Elektroscooter muss vierrädrig sein, eine maximale Länge von 120 cm aufweisen und ein Höchstgewicht 300 kg besitzen. Außerdem muss die Standsicherheit durch ein ohne Differenzial überbrücktes und auf beide Räder eine Achse wirksames Bremssystem gewährleistet werden. Herstellerseitig muss die explizite Zulassung für den Transport im Bus mit aufsitzender Person, insbesondere unter Beachtung der zu erfüllenden Grenzwerte für die Querbeschleunigung, erfolgen. Gleichzeitig muss eine hinreichende Bodenfreiheit und hinreichende Steigfähigkeit gegeben sein. Im Bus muss ein Rollstuhlstellplatz mit einem mindestens 28 cm langen Haltebügel vorhanden sein.

Nach Angaben der Hersteller erfüllt derzeit kein Modell diese Anforderungen, so dass die Benutzung in Bussen bis auf weiteres verboten ist. Die Hersteller setzen die Markteinführung eines entsprechenden Modells für Frühjahr dieses Jahres an. Übrigens: Elektro-Rollstühle sind von diesen Regelungen selbstverständlich nicht betroffen. Diese können selbstverständlich weiterhin mitbenutzt werden.

Titelbild: Michael Wiesenhütter, Behindertenbeauftragter der KVG, beim E-Scootertest in einem Bus.© KVG AG

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