Land kürzt Zuschüsse – Doch kein HVV-Beitritt für Uelzen?

Eigentlich war die Planung sicher: Im Dezember 2017 sollten zum Fahrplanwechsel sämtliche Bahnstrecken im Landkreis Uelzen dem HVV-Tarif angegliedert werden. Nach langen Verhandlungen hatte sich das Land Niedersachsen dazu bereit erklärt, die Hälfte der anfallenden Kosten zu übernehmen. Diese Zusage hat das Land nun für nichtig erklärt – ein Beitritt des Landkreises Uelzen ist damit ungewiss.

Das Land möchte nun nur noch einen Anteil von nur 250.000 Euro, rund ein Achtel der Gesamtkosten, übernehmen. Zusätzlich stehen dem Landkreis ab 2017 etwa 500.000 Euro für die Förderung des ÖPNV zur Verfügung – dieses Geld war aber eigentlich für die Förderung des ÖPNV auf der Fläche gedacht und reicht auch für einen HVV-Beitritt nicht aus. Politiker im Landkreis zeigten sich im Interview mit der Allgemeinen Zeitung sauer über das Land: „Das Land steht im Wort. Das können wir uns nicht gefallen lassen.“

Nun überlegt man, ob man nicht den HVV-Tarif im Schienenverkehr im Landkreis Uelzen nur für Zeitkarten realisieren solle, wie das derzeit beispielsweise in Soltau und im Amt Neuhaus der Fall ist. Diese so genannte „Variante C“ würde zwar Verbesserungen für Pendler von und nach Hamburg bringen, die erwünschte Förderung des Tourismus bliebe aber aus.

In jedem Fall steht der Beitritt erst einmal auf der Kippe: Eine Realisierung vor Dezember 2018 ist derzeit sehr unwahrscheinlich. Ob es dann einen Beitritt in das Gebiet des Hamburger Verkehrsverbundes geben wird und in welcher Form dieser gestaltet ist, ist derzeit unklar. Der Kreis möchte aber weiter für die Erfüllung der Zusage des Landes kämpfen.

Titelbild: Ein Zug des metronom in der Kurstadt Bad Bevensen im Landkreis Uelzen. © Roman Berlin

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