„Typ 2000+“: HADAG bekommt neue Fähre

Derzeit lässt die HADAG in Hamburg-Neuenfelde eine neue Fähre vom Typ 2000+ bauen. Die neue Fähre soll im Frühjahr zum Einsatz kommen und mehr Fahrgäste aufnehmen können. Durch eine andere Antriebstechnologie ist die neue Fähre umweltfreundlicher als ihr Vorgängermodell Typ 2000, welches in Fachkreisen auf Grund seiner Form „Bügeleisen“ genannt wird. Gebaut wird der Prototyp in der Pella-Sietas-Werft in Hamburg.

Bislang verwendete man einen sogenannten diesel-hydraulischen Antrieb – hier wird die Kraft der Generatoren direkt für den Fahrmotor genutzt. Die Fähre vom Typ 2000+ soll hingegen einen diesel-elektrischen Antrieb, wie er auch bei den AKN-Triebwagen VTA zum Einsatz kommt, verwendet werden: Hier erzeugen die Dieselgeneratoren zunächst einmal Strom, welcher dann erst für die Fahrmotoren genutzt wird. Dieses Verfahren schont die Umwelt und macht die Schiffe deutlich leiser als bisher.

Obwohl die Maße mit dreißig Meter in der Länge und 8,4 Meter in der Breite in etwa dem des Vorgängermodells entsprechen, soll die Fähre etwa 150 Fahrgäste mehr aufnehmen können. Mit einer Kapazität von dann insgesamt 400 Fahrgästen wurde die höchstmögliche Beförderungskapazität um sechzig Prozent erhöht. Das neue Schiff soll zunächst auf der Linie 72 zum Einsatz kommen, wo es die Besucherströme der Elbphilharmonie aufnimmt.

Seit heute können alle Hamburgerinnen und Hamburger Namensvorschläge bei NDR 90,3 einreichen, weitere Informationen finden Sie hier.

Die neue Fähre wird derzeit bei der Pella-Sietas-Werft im Hamburger Stadtteil Neuenfelde gebaut. Diese hatte zuletzt die HADAG-Fähren Waltershof und Altenwerder modernisiert. Ein Exemplar des neuen Typ 2000+ kostet 2,5 Millionen Euro.

Titelbild: Visualisierung der neuen Hafenfähre © HADAG/Pella Sietas

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