U5 vs. S-Bahn: Streit um Anbindung des Osdorfer Born

In der Hamburgischen Bürgerschaft ist man sich derzeit uneinig, ob die U5 oder eine S-Bahn den Osdorfer Born und Lurup anbinden solle. Eigentlich sollte die Entscheidung des Senats schon Anfang 2016 vorliegen. Aus den beiden Stadtteilen würden mehr als 100.000 Einwohner einen fußläufigen Schnellbahnanschluss erreichen, außerdem wird eine Anbindung Schenefelds geprüft.

Bei der U5 gibt es derzeit zwei Varianten, die ursprünglich angedachte Südvariante, die in weiten Teilen den alten U4-Planungen aus den 1970er Jahren entspricht, wurde verworfen. Stattdessen gibt es weiterhin die Nordvariante, welche ab Siemersplatz über Stellingen den Osdorfer Born anbinden soll. Außerdem gibt es eine Mittelvariante, welche bereits ab Hoheluftbrücke in Richtung Westen verläuft und dabei auch den neuen Bahnhof Hamburg-Altona bedient.

Bei der S-Bahn gäbe es derzeit drei Varianten: Die zukünftige Harburger Verstärkerlinie S32 könnte hinter Stellingen oder Diebsteich ausfädeln und dann Richtung Osdorfer Born führen. Eine weitere Variante besteht in der Ausfädelung der S2 hinter der neuen S-Bahnhaltestelle Ottensen. Diese Variante hätte den Vorteil, dass sowohl Bahrenfeld, als auch das Altonaer Zentrum und die Ziele auf der City-S-Bahn angefahren werden würden.

Der Senat muss nun die präferierte Variante bis zum 31. März dem Verkehrsausschuss vorstellen, denn die Bürgerschaft hat einem entsprechendem Antrag von Abgeordneten von SPD und Grünen zugestimmt. Eigentlich wurde im Koalitionsvertrag festgehalten, dass der Bau der U5 im Osten und Westen zeitgleich starten soll, dieses Ziel ist je nach Variante nun gefährdet.

Titelbild: Soll die U5 oder S32 zum Osdorfer Born fahren? © Roman Berlin

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