Morgen fahren die Marschbahnwagen wieder

Ab morgen sind zumindest sechzehn der insgesamt 90 Married-Pair-Wagen können ab morgen wieder auf der Marschbahn wieder zum Einsatz kommen, dies teilte die Nahverkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein heute mit. Seit dem 11. November mussten die Reisezugwagen aufgrund festgestellter Kupplungsprobleme aus dem Verkehr gezogen werden.

„Ich freue mich, dass es endlich eine Perspektive für den Wiedereinsatz der Marschbahnwagen gibt und sich der Betrieb an der Westküste weiter stabilisiert. Wir wissen, dass die letzten Monate für die Fahrgäste eine sehr große Belastungsprobe waren. Umso wichtiger war es für uns, eine verlässliche Lösung für die Kupplungsproblematik zu finden. Leider wird es noch etwas dauern, bis der Betrieb wieder ganz wie geplant laufen kann.“, sagte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer.

Durch die wieder in Betrieb genommenen Wagen können die ersten Ersatzzüge aus dem Betrieb genommen werden. Insgesamt werden mit den sechzehn Wagen drei Züge gebildet, welche ab morgen zum Einsatz kommen. Mittelfristig sollen die Kupplungen an den Wagen repariert werden und damit schrittweise weitere Wagen wieder in den Einsatz gelangen – bis Ende des Jahres könnten dann wieder alle Wagen im Einsatz sein.

Am elften November 2016 mussten noch durch den damaligen Betreiber Nord-Ostsee-Bahn alle Wagen aus dem Betrieb genommen werden, weil Risse an Kupplungen festgestellt worden waren. Wer genau Schuld an dieser Panne hat, ist auch nach einem DEKRA-Gutachten noch unklar. Nach Prüfungen des TÜV Süd wurde ein entscheidender Test bei der Hauptuntersuchung nicht durchgeführt, das endgültige Gutachten solle in wenigen Wochen vorliegen.

Titelbild: Nord-Ostsee-Bahn in Altona © Michael B.

2 Kommentare

  1. Was heißt Mittelfristig reperiert werden. Hekißt das etwa, das alle Kuppulungen noch nicht repariert wirden sind ? Das wäre ja grob Fahrlässig. Ich finde die alten Wagen besser als die der ehemaligen NOB: Die von der Nob sidn viel zu end und bieten zuwenig Platz, mann kann im Sommer noch nicht einmal dort ein Fenster öffnen. Sie sind zwar Barrierefrei, aber im Sommer sind selbst die Rolliplätze dort vollgestopft so daß dort kein Rolli stehen kann.
    Die alten Wagen sind zwar nicht so komfortabel aber sie haben mehr platz und vor allen Beinfreiheit und die Gäng e sind etwas breiter als bei den ehemaligen NOB wagen

    • Bis Ende Dezember sollen alle Kupplungen dahingehend repariert werden, dass keine Risse mehr auftreten können. Die jetzt eingesetzten Wagen haben keine Risse und können daher eingesetzt werden. Stehen weitere Wagen zur Verfügung, gehen diese in die Werkstatt. Ein Einsatz kann aber jetzt als sicher eingestuft werden.

      „Mehr Platz“ ist relativ – da die alten Wagen häufiger ausfallen sind die Züge meist kürzer und bieten entsprechend weniger Platz, was ja auch ein großer Kritikpunkt der Sylter Pendler war. Barrierefreiheit ist übrigens nicht nur von Vorteil für Rollstuhlfahrer, auch Gehbehinderte können mit den alten Wagen teilweise nicht mitfahren, weil größere Abstände und Stufen zu überwinden sind.

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