S4-Planungen: Claudiusstraße soll Wandsbek Rathaus heißen

Die Bezirksversammlung möchte den neuen Bahnhof Claudiusstraße in Wandsbek Rathaus umbenennen noch bevor mit dem Bau begonnen wurde. Das geht aus einer Drucksache der Bezirksversammlung Wandsbek hervor. Stadt und Bahn sind offen für den Vorschlag – im Mai soll entschieden werden.

Grund für die Forderung nach einer Umbenennung ist die Verlegung des Standortes des Bahnhofes weg von der Claudiusstraße hin zur Robert-Schumann-Brücke. Der Projektname Claudiusstraße ist damit nach Meinung des Bezirkes unpassend. Weil nach derzeitiger Planung die Haltestelle hinter dem Bezirksamt, dem Rathaus der bis zur Umsetzung des Groß-Hamburg-Gesetzes eigenständigen Stadt Wandsbek, liegt, soll die neue Haltestelle Wandsbek Rathaus heißen.

» Nach derzeitigem Planungsstand soll die neue Station hinter dem Bezirksamt liegen

Bei der Deutschen Bahn ist die Idee bekannt: „Der Wunsch ist bei der DB bekannt, wir sind dazu mit dem Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr im Gespräch“, sagte Michael Baufeld, Sprecher für Großprojekte der DB im Raum Hamburg, gegenüber Nahverkehr Aktuell.

Jeder darf Vorschläge einreichen

Auch die Stadt hat nichts gegen den geänderten Namen einzuwenden: „Das Vorschlagsrecht für die Benennung von Bahnhöfen ist nicht klar geregelt, sondern orientiert sich an historisch gewachsenen Strukturen und Leitlinien. Inzwischen können auch Kommunen, Bürgerinnen und Bürger Vorschläge bei dem Eisenbahninfrastrukturunternehmen einreichen, das die Namensfindung koordiniert und umsetzt.“

Die Namensfrage soll beim Lenkungskreis im Mai dieses Jahres geklärt werden. Spätestens 2021 soll der Bau des Großprojektes starten, schon drei Jahre später sollen die ersten S-Bahnen zwischen Altona und Rahlstedt im sogenannten Vorlaufbetrieb verkehren. Wiederum drei Jahre später ist die Inbetriebnahme des zweiten Streckenteils bis Bad Oldesloe geplant. Die Kosten belaufen sich auf etwa eine Milliarde Euro.

Titelbild: Visualisierung der Haltestelle Wandsbek Rathaus © Deutsche Bahn AG

5 Gedanken zu „S4-Planungen: Claudiusstraße soll Wandsbek Rathaus heißen

  • 12.04.2017 um 18:22
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    Find ich gut. Ist sehr passend für den Ort (und glücklicherweise nicht nach der besagten Brücke benannt).

    Also dann in ein paar Jahren:
    U-Wandsbek-Markt
    U-Wandsbek-Gartenstadt
    U-Wandsbeker-Chaussee
    U-Wandsbek-Rathaus
    🙂

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  • 12.04.2017 um 18:23
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    „Wandsbek Rathaus“ klingt zu simpel. Besser wäre „Wandsbek Town Hall“. Das klingt internationaler und weltoffener. Der S-Bahnhof am Flughafen heißt ja auch „Airport“ und nicht einfach ‚Flughafen‘. Nun sollte die Benennung von S-Bahnhaltestellen konsequent international bleiben.

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  • 12.04.2017 um 21:51
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    Vieleicht wäre es besser, da sparsamer, den alten Bahnhof Wandsbek zu behalten und ihn nur anzupassen. (Wäre zwar auch nur ein Tropfen auf die heiße Milliarde.)

    Was soll’s, das ganze Projekt wird am Kosten-Nutzen-Faktor scheitern. Selbst die billige, unkomplizierte S21-Verlängerung ist da gerade so durchgekommen.

    Und schaut euch mal an, wie „S4-perspektivisch“ zur Zeit die Überführung Hammer Straße gebaut wird. Das sagt alles.

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  • 13.04.2017 um 6:08
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    Die neue Station sollte einfach Marienthal heißen.

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  • 17.04.2017 um 19:17
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    Ich verstehe nicht, warum man so verbissen an den zwei neuen Haltestellen und an der Beseitigung des jetzigen Bahnhofs Wandsbek hängt. Offensichtlich haben die Verantwortlichen noch nicht begriffen, dass die Finanzierung der S4 am seidenen Faden hängt. Da sollte doch jede Möglichkeit der Einsparung ergriffen werden. (Außer man will die S4 eigentlich gar nicht.)
    Claudiusstraße wäre durch diese Verschiebung sowieso fast an die jetzige Station herangerückt. Dann kann der jetzige Bahnsteig von Wandsbek auch nach Westen Richtung Brücke verlängert werden und die Station genauso in Marienthal umbenannt werden. Mit den jetzigen Haltestellen plus der neuen Haltestelle Holstenhofweg gäbe es fast gleichmäßige und S-Bahn-typische Haltestellenabstände bis dort hin. Mit Claudius- und Bovestraße wären sie in diesem Bereich für eine S-Bahn entschieden zu kurz. (Hinter Holstenhofweg sind die Abstände bei aufgelockerter Siedlung naturgegeben natürlich länger.)
    „Rathaus Wandsbek“ gäbe ein völlig falsches Bild und wäre nur der Imagepflege des Bezirks geschuldet.

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