Ab morgen: Neue Fährverbindung zwischen Blankenese und Landungsbrücken

Ab morgen fahren wieder regelmäßig Fähren zwischen den Landungsbrücken in St. Pauli und Blankenese. Dies stößt besonders beim Bürgerverein Blankenese auf Begeisterung, nachdem der Niederelbedienst der städtischen HADAG bis auf einzelne Fahrten am Wochenende eingestellt wurde.

Die Fähre fährt zunächst fünf mal täglich von den Landungsbrücken ohne Halt bis Blankenese und von dort über Teufelsbrück zurück. Dabei wird ein 140-Minutentakt, beginnend um 09:30 an der Brücke 7 oder 8 an den Landungsbrücken, angeboten. Die Fahrzeit beträgt durchschnittlich fünfzig Minuten und ist damit zwar mehr doppelt so lang wie die der parallel verlaufenden S1, jedoch dient die Fähre eher touristischen Zwecken.

Passend dem Ausblick auf Sehenswürdigkeiten entlang der Elbe – vom alten Schweden zum Hamburger Hafen – gibt es einen Multimedia-Guide in acht verschiedenen Sprachen, darunter chinesisch und arabisch. Für Feste und Feiern besteht die Möglichkeit, einen Tisch im Salon oder gleich das ganze Schiff zu chartern.

Betreiber mit Erfahrung

Betreiber der neuen Verbindung ist die FRS Hanseferry, ein Tochterunternehmen der über 150 Jahre alten Förde Reederei Seetouristik mit 7,6 Millionen Passagieren jährlich, die auch die Fährverbindung von Hamburg nach Helgoland betreibt. Die „Kleine Freiheit“, welche schon unter dem Namen „Seebad Juliusruh“ in Stralsund zum Einsatz kam und vollkommen modernisiert wurde, bietet Platz für 240 Fahrgäste und dreißig Fahrräder.

Bei dem neuen Angebot handelt es sich jedoch um keinen Linienverkehr, wenngleich ein Taktfahrplan angeboten wird. Grund hierfür sind fehlende Anlegeplätze an den Landungsbrücken: Der Betreiber, die stadteigene HPA, könne gegebenenfalls nur wechselnde Plätze anbieten. Der Fahrplan muss monatlich zwischen Betreiber und HPA abgestimmt werden. Die Bezirksversammlung hat einem Antrag von SPD, Grünen, CDU und FDP zugestimmt, die Initiative der Reederei bestmöglich zu unterstützen.

Ebenfalls ist die neue Fährverbindung nicht im Hamburger Verkehrsverbund, sodass HVV-Fahrkarten keine Gültigkeit haben. Die einmalige Fahrt kostet 10,80 €, eine Hin- und Rückfahrt 18,00 € und Kinder bis zum Alter von vierzehn Jahren die Hälfte. Außerdem gibt es Rabatte für Schüler, Studenten, Rentner und Reisegruppen. Die Linke macht sich deshalb in der Bezirksversammlung Altona stark, „dass ein in den HVV integriertes Angebot geschaffen wird […], welches auch den Alltags- und Berufsverkehr berücksichtigt.“ Informationen zum neuen Betreiber FRS HanseFerry finden Sie hier.

Titelbild: Verkehrsmittel Fähre – jetzt auch wieder als Verbindung nach Blankenese © Roman Berlin

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