Anbindung des Osdorfer Born: CDU in Eimsbüttel will U5

Wenn es nach der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Eimsbüttel geht, sollte sich der Senat für eine U5 zum Osdorfer Born entscheiden. Der entsprechende Antrag wurde von der Bezirksversammlung zurückgestellt, eine endgültige Entscheidung zwischen U5 und S32 wird nach Vorstellung der Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie getroffen.

Zum einen würde die U5 die Arenen direkt anbinden, was in den Planungen der „S32-Süd“ leider nicht möglich ist. Die U-Bahn würde damit die jetzige S-Bahn-Verbindung entlasten und eine Alternative zu dieser bieten, wenn es zwischen Eidelstedt und Altona zu einer Streckensperrung kommt. Nach Expertenmeinung sollte jedoch zwischen dem Stadionausgang und dem Haltestellenzugang ein Abstand von mindestens dreihundert Metern, ein sogenannter Entzerrungsweg, liegen.

Zum anderen würde sich die Anbindung von Eidelstedt, Stellingen und Lokstedt verbessern, hier würde sich eine neue Querverbindung, welche derzeit von der MetroBus-Linie 22 bedient wird, ergeben. Nach Meinung der CDU-Fraktion reicht die jetzige Anbindung nicht mehr aus, wenn die Einwohnerzahlen, wie beispielsweise die Neue Mitte Stellingen, realisiert werden.

U5 ist zuverlässiger – aber langsam

Bei einer Entscheidung für die von der CDU-Eimsbüttel priorisierten U5, würde diese vom Siermersplatz über Hagenbecks Tierpark, Stellingen, die Arenen und Lurup zum Osdorfer Born verlängert werden. Es würde damit eine gute Querverbindung geschaffen, jedoch würde sich dadurch eine längere Fahrzeit in die Hamburger Innenstadt ergeben.

Die S32 hingegen würde sich hinter dem neuen Altonaer Bahnhof ausfädeln und nördliche Teile von Bahrenfeld und weitere Gebiete östlich des Volksparks an die Schnellbahn anbinden. Diese Variante bietet eine schnelle Verbindung in die Hamburger Innenstadt, jedoch keine gute Anbindung an das Volksparkstadion. Da die S32 zwischen Altona und Harburg nicht auf eigener Trasse verkehrt, wäre diese zudem stärker von äußeren Einflüssen abhängig.

Die Frage nach der Anbindung des Osdorfer Born und Lurups beschäftigt die Hamburger Verkehrspolitik schon seit Jahrzehnten. In den 70er Jahren scheiterte eine U-Bahn von Altona nach Lurup an der FDP, welche eine eigenständige Strecke ohne Anbindung an das Restnetz widersinnig und eine S-Bahnstrecke der damaligen Bundesbahn sinnvoller fand. Nicht zuletzt scheiterte das Projekt an der Rotstiftpolitik des Senats in der Finanzkrise.

Der Antrag der CDU-Fraktion wurde nun erst einmal zurückgestellt. Welche der beiden Varianten – S32 oder U5 – nun letztendlich realisiert wird, geht aus der Machbarkeitsstudie des Senats hervor, welche bis Ende 2018 vorliegen soll. Wir werden Sie zu diesem Thema natürlich auch weiterhin auf dem laufenden halten.

Titelbild: Wie soll der Osdorfer Born angebunden werden? © Roman Berlin

2 Gedanken zu „Anbindung des Osdorfer Born: CDU in Eimsbüttel will U5

  • 18.04.2017 um 9:27
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    Alternative Überschrift: „Die CDU Eimsbüttel möchte das ihr Bezirk eine weitere Schienenanbindung bekommt“.
    Was sonnst noch Angebunden wird dürfte ihr wohl egal sein 😉

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  • 18.04.2017 um 13:52
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    Na toll, dann müsste ich entweder umsteigen oder über Lokstedt in die Innenstadt fahren!

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