Pünktlichkeit, Qualität und Zuverlässigkeit: Gute Noten für Nahverkehr in Schleswig-Holstein

Die NAH.SH hat aktuelle Zahlen zur Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Qualität des Regionalverkehrs in Schleswig-Holstein veröffentlicht. Insgesamt haben sich die Werte leicht verschlechtert, liegen jedoch auf einem guten Niveau. Deutlich negativ hat sich die im März noch angespannte Lage auf dem RE6 auf alle Statistiken ausgewirkt.

94,3 % der Züge pünktlich

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Die Pünktlichkeit im März 2017 hat sich im Vergleich zum Vormonat von 94,5 auf 94,3 Prozent leicht verschlechtert. Im Vergleich zum Jahresdurchschnitt und zum März des Vorjahres hat sich der Wert jedoch verbessert. Insgesamt liegt die Pünktlichkeit so auf einem stabil hohen Niveau – nur etwa jeder zwanzigste Zug war im März verspätet.

Am besten schlossen in diesem Monat bei der Bewertung die Linien RE4 (Lübeck–Bad Kleinen), RB66 (Niebüll–Tøndern) und A3 (Elmshorn–Ulzburg Süd) ab, welche jeweils Pünktlichkeitswerte über 99 Prozent erreichten. Schlusslichter waren in diesem Monat die Linien RE6, RE7, RE8 und RE80 mit Werten um und unter 90 Prozent. Für die Linie RB65 liegt in diesem Monat leider keine Statistik vor.

1,5 % der Züge ausgefallen

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Im März dieses Jahres sind in Schleswig-Holstein etwa 1,5 Prozent der Züge ausgefallen – das sind rund 0,9 Prozent mehr als im Vormonat. Dabei wurden achtzig Prozent der Zugausfälle durch Ersatzverkehrsbusse kompensiert. 81,7 Prozent der Ausfälle haben ihre Ursache in Bauarbeiten, 12,4 Prozent haben die Verkehrsunternehmen zu verantworten und an 5,9 Prozent der Ausfälle sind äußere Einwirkungen (zum Beispiel Naturereignisse oder Personen im Gleisbereich) Schuld.

Am zuverlässigsten waren im März die Linien A2, A3, RE1, RB11, RB64, RB65 und RE8: Auf diesen Linien fiel im März kein einziger Zug aus. Dagegen fuhren auf der RB74 zwischen Kiel und Husum 94,2 Prozent und auf dem RE6 nur 95,8 Prozent der Züge. Auch auf den Linien RB63, RE7 und RB71 fielen überdurchschnittlich viele Züge aus.

Qualität weiterhin „gut“

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Die Qualität des Nahverkehrs in Schleswig-Holstein liegt wie im Vorjahresquartal weiterhin bei 2,1. Noten im sehr guten Bereich erhielten AKN und nordbahn. Die schlechteste Bewertung erhielt mit der Note 3,7 das Netz West. Schuld daran ist der Ausfall der Married-Pair-Wagen im November des vergangenen Jahren. Seitdem kommt dort ein veralteter Fuhrpark zum Einsatz, der im Berufsverkehr zu wenig Kapazität bietet und deshalb für Unmut bei Pendlern sorgt. Erst im April konnten die ersten Married-Pair-Wagen wieder eingesetzt werden (Nahverkehr Aktuell berichtete).

Zur Bewertung der Qualität wurden Fahrgäste in ganz Schleswig-Holstein nach verschiedenen Kriterien befragt und die Züge von professionellen Testern begutachtet. Dabei wurden der Zustand des Zuges von innen und außen, die Verfügbarkeit von Informationen in analoger und digitaler Form und der Service durch den Zugbegleiter bewertet, aber auch die Durchführung von Ersatzverkehren ist Teil der Bewertung.

Titelbild: Ein LINT 41 auf dem RE83 in Büchen © Roman Berlin

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