Bezirk Eimsbüttel möchte MetroBus 4 zum Hauptbahnhof

Als die Hamburger Hochbahn zum Winterfahrplanwechsel am 31. Oktober 2016 der Takt auf der MetroBus-Linie 5 verdichtete, wurde gleichzeitig der Ast der MetroBus-Linie 4 zum ZOB am Hauptbahnhof aufgegeben, weil die nötigen Pausenplätze fehlten und die Mönckebergstraße nicht stärker belastet werden sollte. Die Bezirksversammlung Eimsbüttel macht sich nun wieder für eine Linienführung zum Hauptbahnhof stark.

Mit ihrem Wunsch spricht sich die Bezirksversammlung insbesondere für die Bedürfnisse älterer und in ihrer Bewegung eingeschränkte Fahrgäste aus. Denn Fahrgäste entlang des Linienweges in Eidelstedt, Stellingen und Eimsbüttel müssen nun umsteigen, wenn sie die Mönckebergstraße, den Hauptbahnhof oder den zentralen Omnibusbahnhof erreichen möchten, was für diese Beförderungsgruppe eine Belastung darstellt, die bis zum 30. Oktober 2016 nicht erforderlich war.

Alternative: M5 zur Brandstwiete

Eine Möglichkeit bestünde darin, die zusätzlichen Fahrten der MetroBus-Linie 5 zur Brandstwiete in die Speicherstadt zu führen und damit einerseits eine zusätzliche Verbindung in die Speicherstadt für Fahrgäste aus Lokstedt, Niendorf und Schnelsen zu schaffen und gleichzeitig Abstellkapazitäten für die MetroBus-Linie 4 zu schaffen.

Gegen diese Möglichkeit spricht die Verkomplizierung des Busnetzes. Schon heute stehen Fahrgäste der MetroBus-Linie 6, welche drei Linienenden hat, immer wieder ratlos an Haltestellen, weil „ihre Buslinie“ nicht verkehrt. Die Bezirksversammlung wendet sich nun an den Hamburger Verkehrsverbund, welcher eine Stellungnahme abgeben soll.

Titelbild: Bis zum 30. Oktober fuhr die MetroBus-Linie 4 noch zum Hauptbahnhof, hier an der Haltestelle Furchenacker

Kommentar verfassen