Linke möchte späteren Betriebsschluss von U- und S-Bahn

Die Fraktion der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft schlägt vor, die Betriebszeiten der U- und S-Bahn in Hamburg um zwanzig bis vierzig Minuten zu verlängern. Die letzten Schnellbahnen fahren am Hamburger Hauptbahnhof zwischen 0:23 (U3 nach Wandsbek-Gartenstadt) und 0:57 Uhr (S21 zur Elbgaustraße) ab.

Die Linke schlägt vor, die letzten Fahrten ab dem Hamburger Hauptbahnhof später stattfinden zu lassen, wodurch sich die Gesamtbetriebszeit um 20 bis 40 Minuten verlängern würde. Für die eingangs erwähnte U3 nach Wandsbek-Gartenstadt würden dann noch zwei weitere Fahrten im 20-Minutentakt eingerichtet, die letzte Fahrt vom Hauptbahnhof Süd würde dann erst um 1:03 Uhr stattfinden.

Die Linke begründet ihren Antrag damit, dass einige Regional- und Fernverkehrszüge weit nach Mitternacht den Hamburger Hauptbahnhof erreichen. Auch den ZOB erreichen noch einige Fernbusse zu dieser Zeit. Damit diese Fahrgäste nicht mit vollen und vergleichsweise langsamen Nachtbussen fahren müssen, möchte sie die Betriebszeit der U- und S-Bahn um etwa eine Stunde verlängern.

Durchgehender Verkehr nicht möglich

Bereits vor einigen Monaten hatte die FDP einen durchgehenden Schnellbahnverkehr auch an Wochentagen vorgeschlagen. Demnach würden auf den wichtigsten Streckenabschnitten die U- und S-Bahnen rund um die Uhr verkehren und damit weite Teile des NachtBus-Netzes im Innenstadtbereich ersetzen.

Dabei wurde jedoch nicht berücksichtigt, dass während der nächtlichen Betriebspause wichtige Arbeiten an der Infrastruktur durchgeführt werden, damit Sperrungen auf ein Minimum reduziert werden. Ein durchgehender Nachtverkehr hätte also entweder mehr Sperrungen oder einen Verschleiß der Infrastruktur mit daraus folgenden häufigeren Verspätungen zur Folge.

Mit ihrer Variante begegnet die Linke diesen Bedenken. Da die Zeit für Wartungsarbeiten knapp ist, soll zunächst überprüft werden, ob der Vorschlag diese weiterhin angemessen ermöglicht. Außerdem sollen die Kosten für die Verlängerung der Betriebszeiten ermittelt werden, diese Analyse solle bis zum 31. Oktober vorliegen.

Titelbild: Die Hamburgische Bürgerschaft stimmt über den Antrag der Linken ab. © Daniel Posselt

2 Kommentare

  1. Bezieht der Antrag nur das Hamburger Gebiet oder wurde auch Schleswig Holstein oder Niedersachen gefragt, ob die S-Bahn, U-Bahn (nur SH) und die AKN (A1 bis Kaltenkirchen) bis zu den Endstationen noch etwas später fahren?

    • Es geht in erster Linie um die Schnellbahnen in Hamburg. Sollten die NAH.SH, die VGN oder die LNVG sich bei erfolgreicher Realisierung anschließen, kann es sicherlich auch spätere Fahrten nach Stade oder Kaltenkirchen geben.

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