Bürgerschaft entscheidet heute über U4 nach Barsbüttel

In der heutigen Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft wird über eine mögliche Verlängerung nach Barsbüttel über Jenfeld des geplanten Abzweigs in die Horner Geest entschieden. Damit könnten insgesamt 32.000 Einwohner einen U-Bahnanschluss erhalten, jedoch gibt es wichtigere Projekte und eine Finanzierung ist kaum möglich.

Nach den Plänen der AfD-Fraktion soll die an der Horner Rennbahn künftig ausfädelnde U4 nicht in der Horner Geest enden, sondern weiter nach Jenfeld oder sogar ins schleswig-holsteinische Barsbüttel führen. Für letztere sollen entsprechende Verhandlungen mit der Gemeinde und dem Land Schleswig-Holstein geführt werden.

An der A24 soll eine gigantische P+R-Anlage entstehen, welche Pendler aus dem Hamburger Umland zum Umsteigen in die U-Bahn bewegen. In Jenfeld würden etwa 20.000 und in Barsbüttel etwa 12.000 Einwohner an das U-Bahnnetz angebunden. Mit der Realisierung dieser Planung könnten die Baukosten für den Bau eine Kehranlage an der Haltestelle Dannerallee eingespart werden.

Andere Projekte sind wichtiger

Nach derzeitigem Stand ist es jedoch sehr unwahrscheinlich, dass die Bürgerschaft diesem Antrag zustimmt: Zum einen stammt dieser von der politisch isolierten AfD, zum anderen sind diese Pläne nicht finanzierbar. Statt der U4 nach Jenfeld sollen nun erst einmal andere Projekte im Hamburger Nahverkehr realisiert werden, ein Baubeginn vor 2035 ist also sehr unwahrscheinlich. Noch unrealistischer ist hingegen die Führung nach Barsbüttel, da hierfür die finanziellen Mittel in Schleswig-Holstein schlichtweg nicht zur Verfügung stehen.

Heute entscheidet die Bürgerschaft über den Antrag, wir werden Sie auf dem laufenden halten.

Titelbild: Visualisierung einer U4 nach Barsbüttel © DT5 Online – mit freundlicher Unterstützung von epochevi.webege.com

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