HVV verschenkt Monatskarten an durch G20 geschädigte Autobesitzer

In den Nächten während des G20-Gipfels kam es in einigen Stadtteilen Hamburgs zu Unruhen, die von einigen Medien als „bürgerkriegsähnliche Zustände“ beschrieben wurden und selbst die alljährlichen Krawalle am 1. Mai übertrafen. Während diesen Unruhen wurden viele Geschäfte, Mülltonnen und Autos willkürlich zerstört.

Damit die Besitzer der Autos dennoch ihre Fahrziele erreichen können, hat sich der Hamburger Verkehrsverbund dazu entschlossen, kostenlose Monatskarten für den HVV-Gesamtbereich auszugeben, welche regulär 210,80 Euro kostet. Geschädigte Autobesitzer können ab Montag an das HVV-Kundenzentrum am Johanniswall diesen Service in Anspruch nehmen. Bitte melden Sie sich zuvor unter der HVV-Infoline 040 19449 an.

Bereits gestern kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel Hilfe für die Betroffenen an, auch der Senat sicherte seine Unterstützung zu. Der Ersatz hingegen ist nur durch besondere Versicherungen, oder wenn der Täter gefasst wird, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist, möglich.

Die Fahrkarte im HVV-Gesamtbereich ermöglicht Fahrten bis nach Ratzeburg, Lüneburg, Stade oder Elmshorn. Eine genaue Übersicht können Sie dem HVV-Tarifzonenplan entnehmen.

Titelbild: Ein ShuttleBus auf der Linie 4/5 nach U Schlump am Hauptbahnhof anlässlich des G20-Gipfels © Roman Berlin

1 Kommentar

  1. Na super, wenn’s den Damen und Herren Autobesitzern, die sonst die Straßen verstopfen und oft auch Fuß und Radwege, bisweilen sogar Bushaltestellen zuparken, mal Ungemach ins Haus steht, dann steht der HVV als „Ausputzer“ zur Verfügung. Die Stammfahrgäste können dann ja ruhig mal ein bisschen zusammenrücken.
    Seis drum, man soll Gleiches ja nicht mit Gleichem vergelten, stets Hilfsbereitschaft zeigen und auf die Früchte der guten Tat hoffen. Vielleicht erlebt es ja auf diesem Wege mal der eine oder andere Autobesitzer wie besch…eiden das ist, wenn der Bus nicht richtig die Bushaltestelle anfahren kann, weil falsch parkende Autos den Bus blockieren.
    Und wer weiß, vielleicht bekommt die ÖPNV-Gemeinde ja auf diesem Weg Mitgliederzuwachs?

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