FDP möchte verbesserte HVV-Garantie

Die FDP-Fraktion hat einen Antrag gestellt, in welchem sie vielseitige Verbesserungen von Leistungen der HVV-Garantie fordert. Dem Antrag gehen zwei kleine schriftliche Anfragen des Bürgerschaftsabgeordneten und FDP-Verkehrsexperten Dr. Wieland Schinnenburg voraus. Ziel ist eine Verbesserung und Vereinfachung der 2011 eingeführten HVV-Garantie.

Bislang wird die Garantie nur bei einer Verspätung von über zwanzig Minuten ausgezahlt. Inhaber von Einzelkarten erhalten fünfzig Prozent vom Fahrkartenwert, mindestens aber einen Euro, zurück. Inhaber von Tages- und Zeitkarten erhalten nur einen anteiligen Betrag, insgesamt aber höchstens fünfzig Prozent.

Die FDP-Fraktion schlägt weiträumige Verbesserungen vor: So sollen die Auszahlungen schon bei einer Verspätung von über zehn Minuten erfolgen. Bei Einzelkarten soll nach den Vorstellungen der FDP der gesamte Fahrpreis erstattet werden, bei Tageskarten die Hälfte, bei Wochenkarten ein Siebtel und bei Monatskarten ein Dreißigstel des Fahrpreises erstattet werden. Eine Auszahlung soll zudem über weitere Zahlungswege erfolgen dürfen, womit ein Aufsuchen vor Ort nun nicht mehr notwendig sein soll.

Bürgerschaft entscheidet über Antrag

Am 12. Juli entscheidet die Bürgerschaft über den Antrag der FDP-Fraktion. Eine Zustimmung gilt als unwahrscheinlich, denn die geforderten Veränderungen müssten wahrscheinlich aus Steuergeldern finanziert werden, während die bisherigen Leistungen über einen Teil des Marketingbudgets des Hamburger Verkehrsverbundes gedeckt werden.

Die HVV-Garantie wurde im Januar 2011 eingeführt, um Kunden eine Entschädigung zu bieten, wenn sie zu spät an ihr Fahrziel gekommen sind. Seit ihrer Einführung stieg die Zahl der Anträge auf über 70.000 im Jahr. Weitere Informationen zur HVV-Garantie finden Sie hier.

Titelbild: Rednerpult in der Hamburgischen Bürgerschaft © Daniel Posselt

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