Rot-Grüne Koalition gegen S-Bahn-Station Bostelbek

Die Hamburger FDP forderte die Prüfung einer neuen S-Bahnhaltestelle mit dem Namen Bostelbek zwischen Neuwiedenthal und Heimfeld. Beim Bau der S-Bahn wurde diese aufgrund zu geringer Baudichte zugunsten einer kürzeren Fahrzeit von Neugraben in die Innenstadt nicht verwirklicht. Die Fraktionen von SPD und Grünen lehnten den Antrag ab.

Die neue Station ist im Flächennutzungsplan der Hansestadt bereits vorgesehen. Sie soll ziemlich genau zwischen den Haltestellen Neuwiedenthal und Heimfeld liegen und einen direkteren Zugang zur S-Bahn für bis zu 5.000 Arbeitnehmer und 1.500 Anwohner bieten. Gleichzeitig würde die Linie 141 und weitere Buslinien entlasten.

Früher Haltestellen andere Haltestellen zwischen Neugraben und Harburg

Bevor die S3 nach Neugraben am 5. August 1984 eröffnet wurde, fuhr eine gleichnamige Linie mit lokbespannten Zügen. Diese fuhr in einem unregelmäßigem Takt und lange Fahrzeiten durch den Richtungswechsel im Harburger Fernbahnhof. Allerdings bedienten diese Nahverkehrszüge die Halte Unterelbe, Tempo-Werk und Hausbruch.

Als die heutige Gleichstrom-S-Bahn nach Neugraben in den frühen 80er Jahren gebaut wurde, entschied man sich gegen die Errichtung einer zusätzlichen Haltestelle auf diesem Abschnitt. Zum einen war die Besiedlung geringer als im Neubaugebiet Neuwiedenthal und durch den geringen Stationsabstand konnte eine kurze Fahrzeit nach Harburg und in die Hamburger Innenstadt gewährleistet werden. Gleichzeitig wurden die Baukosten niedrig gehalten, da der Senat damals in einer Haushaltskrise steckte.

Bürgerschaft lehnt Antrag ab

Die FDP-Fraktion fordert nicht nur eine Anbindung des dort inzwischen gewachsenen Wohngebietes sondern auch einen P+R-Standort an der A7 mit Anbindung an die Haltestelle Bostelbek. Damit würde ein zusätzliches Fahrgastpotential entstehen und das Nadelöhr Elbtunnel entlastet werden. Einzig die in der Hauptverkehrszeit bereits heute überlastete S3 stellt ein Problem dar: Diese kann keine weiteren Fahrgäste mehr im Berufsverkehr aufnehmen.

Der Antrag wurde in der Bürgerschaft von SPD und Grünen, welche über die Mehrheit verfügen, abgelehnt. Alle anderen Fraktionen stimmten für eine Prüfung, welche nun jedoch nicht eintreten wird. Damit ist die Realisierung einer zusätzlichen Haltestelle zwischen Neuwiedenthal und Heimfeld wieder in weite Ferne gerückt.

Titelbild: Ein Zug der Linie S3 zwischen Neuwiedenthal und Heimfeld © DT5 Online

1 Kommentar

  1. Mit Einführung einer neuen Haltestelle würde man den Autoverkher in Hambug entlasten, denn viele würden dann auf die S3 Umsteigen. Auch die Busse werden durch entlastet werden

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