Hochbahn-Rolltreppen zu 97 Prozent verfügbar

Rolltreppen , die eigentlich Fahrtreppen heißen, erleichtern uns den Weg nach oben insbesondere an tiefer gelegenen Haltestellen. Doch wenn sie ausfallen, können sie zum Ärgernis werden, was es sogar in die Medien schafft (wie beispielsweise die Fahrtreppe an der Sternschanze). Dennis Thiering von der CDU hat sich in einer kleinen Anfrage über die Verfügbarkeit der öffentlichen Fahrtreppen informiert.

Bei der Hamburger Hochbahn waren in diesem Jahr (bis Mai) etwa 97,3 Prozent der Fahrtreppen verfügbar, was einem leicht besseren Wert als in den Vorjahren (meist etwas unter 97 Prozent) entspricht. Längere Ausfälle gibt es bei einem Austausch (bei rund sechs Fahrtreppen im Jahr) und Grundüberholungen (etwa zehn Fahrtreppen im Jahr). Wartungsarbeiten nehmen etwa zwei Stunden im Monat, die TÜV-Prüfung zwei Stunden im Jahr in Anspruch.

Einzelne Fahrtreppen sorgen für Unmut

Immer wieder geraten Fehlfunktionen einzelner Fahrtreppen in die öffentliche Debatte. Bekanntestes Beispiel in der vergangenen Zeit dafür ist die Fahrtreppe an der Sternschanze von der Unterführung zum Bahnsteig der S-Bahn. Diese war mehrere Monate gesperrt und musste aufgrund eines Wasserschadens komplett ausgetauscht werden. Auch in jüngster Zeit fiel die Fahrtreppe immer wieder aus, weil unwissende Passanten immer wieder grundlos den Nothalt aktiviert hatten.

Bei der Hochbahn sorgten immer wieder die Fahrtreppen an den Messehallen und am Gänsemarkt für spöttische Schlagzeilen in der Boulevard-Presse. Immer wieder wurde bemängelt, dass an diesen Haltestellen stets eine „Gaga-Rolltreppe“ nicht funktioniere. Dies ist aber notwendig, da die Haltestellen sonst nicht über feste Stufen auf dem Weg in die Schalterhallen verfügen würden.

Problemfälle im öffentlichen Raum

Aber auch im öffentlichen Raum gibt es einzelne Fahrtreppen, die für Probleme sorgen. Anzumerken ist jedoch, dass die meisten dieser Fahrtreppen an der Oberfläche liegen und somit Wind und Wetter ausgesetzt sind. Für fast ein Jahr war die Fahrtreppe an der Oberaltenallee aufgrund eines massiven Lagerschadens nicht verfügbar. Die Fahrtreppe an der Kirchenallee war für ganze 299 nicht benutzbar.

Die erste Fahrtreppe im Hamburger Nahverkehr wurde übrigens 1934 zusammen mit der Haltestelle Jungfernstieg eröffnet. Selbstverständlich befinden sich dort neuere Fahrtreppen, das erste Modell wurde schon in der Wirtschaftswunderzeit ausgetauscht.

Titelbild: Fahrtreppe neben einer normalen Treppe an der Haltestelle Alsterdorf © Roman Berlin

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