Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Regionalverkehr nach Schleswig-Holstein nur mittelmäßig

Die NAH.SH hat für den September aktuelle Zahlen über Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der einzelnen Regionalverkehrslinien in Schleswig-Holstein veröffentlicht. Während sich die Pünktlichkeitsquote im Vergleich zum Vormonat wieder stabilisieren konnte, stieg die Zahl der Zugausfälle weiter an. Grund hierfür ist neben geplanten Baustellen vor allem der Personalmangel bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Am schlechtesten sieht es auf den Hauptachsen aus: Auf der Problemstrecke nach Westerland war mehr als jeder vierte Zug zu spät, ähnlich sieht es auf den Strecken nach Kiel und Flensburg aus. Wesentlich verbessert hingegen hat sich die Situation auf der Strecke von Hamburg nach Lübeck: Hier waren 93,7 (RE 8) bzw. 91,7 (RE 80) Prozent aller Züge pünktlich. Die Linien RB61 und RB71 waren mit 82,7 und 86,9 Prozent nur im unteren Mittelfeld vertreten.

Spitzenreiter ist wie immer die AKN, in ihrem Stammnetz nordwestlich von Hamburg war nicht einmal jeder vierzigste Zug verspätet: Die Pünktlichkeitsquote liegt bei 97,5 (A1),98,4 (A2) und 99,0 Prozent (A3). Wieder verschlechtert hat sich die Situation auf der Strecke nach Büchen, hier waren nur 89,0 (Fahrten bis Büchen) bzw. 83,7 (Fahrten bis Schwerin oder Rostock) Prozent pünktlich. Die Pünktlichkeitsquote der Linien RB82 (95,3 Prozent) und RE 83 (87,8 Prozent) hat sich im Vergleich zum Vormonat verbessert.

Fast fünf Prozent aller Züge fielen aus

Der RE6 kommt mit der aktuellen Betriebssituation zwar besser zurecht, dennoch fiel einer von 25 Zügen aus. Besonders desolat sieht die Quote auf der Strecke nach Puttgarden aus, hier fielen besonders viele Züge aufgrund des Personalmangels bei der Deutschen Bahn aus. Insgesamt konnten fast fünf Prozent aller Fahrten nicht planmäßig geleistet werden.

Doch es geht auch anders: Auf allen drei Linien der AKN beispielsweise liegt die Quote der Zuverlässigkeit bei hundert Prozent. Auch die Strecke nach Lübeck stand in diesem Monat gut da: Gerade einmal 0,6 Prozent der Züge auf dem RE 8 fielen aus, doch es trifft vor allem den Berufsverkehr, beim RE 80 waren es schon 1,7 Prozent.

Titelbild: Ein Zug auf der Regionalbahn-Linie 77 in Einfeld, © Roman Berlin


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